Sport : Ski alpin: Kein Grund zur Euphorie

Martina Ertls Teilnahme an den Ski-Weltmeisterschaften von St. Anton ist weiter ungewiss. Der alpine Direktor des Deutschen Skiverbandes (DSV), Walter Vogel, dementierte Spekulationen, wonach der Start der 27-Jährigen beim Saison-Höhepunkt Anfang Februar in den technischen Disziplinen beschlossene Sache sei. "Da sind andere besser informiert als wir", sagte Vogel, der darauf verwies, dass "wir das ärztliche Bulletin abwarten und dann entscheiden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es für eine Entscheidung noch viel zu früh."

Die Lenggrieserin hatte sich im Riesenslalom von Semmering einen Teilabriss des Innenbandes im rechten Knie zugezogen. Die Allrounderin hofft dennoch weiter auf einen Start in der zweiten Woche bei der WM. Dann finden die technischen Disziplinen statt. Auch der Technikcoach der Deutschen, Franz Gamper, der maßgeblich für Ertls Aufschwung in diesem Winter verantwortlich ist, erklärte, das Comeback der Lenggrieserin stehe "noch in den Sternen. Ich bin da nicht so euphorisch".

Dagegen ereilte das zweite Sorgenkind aus dem Vorjahr auch für diese Saison das endgültige Aus. "Regina Häusl wird in diesem Winter keine Rennen mehr fahren", versicherte Vogel. Die Abfahrtsweltcup-Siegerin hatte sich im letzten Rennen der Vorsaison einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen. Nachdem sie im Oktober im Training erneut gestürzt war, hatte sie sich bereits im Dezember skeptisch über ihre Rückkehr geäußert. "Es bringt ja nichts, wenn ich bei der WM an den Start gehe, und 15. werde", erklärte Häusl (Schneizlreuth). Nun will sie zur neuen Saison einen weiteren Anlauf nehmen.

Bei Hilde Gerg (Lenggries) verlief die Genesung indes weitaus erfolgreicher. Die Lenggrieserin, wie Häusl im letzten Winter von einem Schien- und Wadenbeinbruch heimgesucht, will auf jeden Fall in den Speed-Disziplinen starten. Abfahrt und Super-G heute markieren eine erste Generalprobe, nachdem sich die 25-Jährige nach dem ersten Comeback im November erneut zum Training zurückgezogen hatte.

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