Ski alpin : Miller großer Sieger in Norwegen

US-Skistar Bode Miller ist nun endgültig Top-Favorit auf den Sieg um Gesamt-Weltcup. Beim Speed-Wochenende im norwegischen Kvitfjell stand er drei Mal auf dem Podest.

Emil Gast,Michael Becker[dpa]
Bode Miller
Bode Miller. -Foto: dpa

Kvitfjell/NorwegenMit Rang zwei vor seinem ärgsten Verfolger Didier Cuche vergrößerte Miller am Sonntag beim überraschenden Super-G-Erfolg des Österreichers Georg Streitberger seinen Vorsprung im Kampf um die Große Kristallkugel auf 185 Punkte vor Cuche. Der Schweizer verpasste zwar den vorzeitigen Gewinn der Super-G-Wertung, dürfte sich die kleine Kristallkugel bei nur noch einem Rennen und 89 Punkten Vorsprung auf den Österreicher Christoph Gruber aber kaum noch nehmen lassen. Verheerend war die Bilanz der deutschen Herren. Stephan Keppler (Ebingen) fällt mit einem Kreuzbandriss mindestens ein halbes Jahr aus. Die beste Platzierung des Wochenendes war Super-G-Platz 45 von Peter Strodl (Partenkirchen).

Im Abfahrts-Weltcup steht Vorjahressieger Cuche beim Saisonfinale in zwei Wochen in Bormio/Italien ein echter Showdown mit Miller bevor, der mit einem Sieg und einem zweiten Platz bei den Kvitfjell-Abfahrten bis auf fünf Punkte an Cuche heranrückte. "Das ist schon toll, genau so soll ein Finale sein: Wer das letzte Rennen gewinnt, ist vorne", sagte Miller nachdem er bei seinem sechsten Saisonsieg am Samstag Cuche auf Rang zwei verwiesen hatte. Dritter wurde hier Werner Heel (Italien), dem neben italienischen Ski-Legenden wie Alberto Tomba und Kristian Ghedina auch Felix Neureuther per SMS zu seinem unerwarteten Sieg beim Kvitfjell-Auftakt gratuliert hatte.

Keppler: "Mir geht es gut"

Als sich Miller und Cuche ihr hochklassiges Duell um die Spitze des Gesamt-Weltcups lieferten, war Stephan Keppler schon abgereist. Der Ebinger musste sich am Samstag in München am Kreuzband operieren lassen und damit sein vorzeitiges Saisonaus hinehmen. Keppler war beim Abfahrtstraining gestürzt und hatte sich das vordere Kreuzband im linken Knie gerissen und eine Gehirnerschütterung erlitten. Unterkriegen lassen wollte sich der 25-Jährige aber nicht. "Mir geht es gut", sagte Keppler laut einer vom Deutschen Skiverband übermittelten Stellungnahme. Im kommenden Winter will der WM-Teilnehmer von Are 2007 das Comeback starten. Die anderen deutschen Starter blieben ohne Weltcup-Punkte. Bei der Abfahrt wurde Johannes Stehle (Obermaiselstein) 41., Strodl schied aus. Beim Super-G kam dann Stehle nicht ins Ziel, Strodl wurde 45.

Die Freude des 26 Jahre alten Streitberger über seinen ersten Karriere-Sieg wurde von einem schweren Sturz seines Team-Kollegen Matthias Lanzinger getrübt. Bei dem Crash, nach dem das Rennen für eine dreiviertel Stunde unterbrochen wurde, erlitt Lanzinger einen offenen Unterschenkelbruch und eine Gehirnerschütterung.

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