Ski alpin : Ski-Rennfahrer Dopfer vermeidet Risiko – und enttäuscht

Der Deutsche Skiverband erwartet eine erfolgreiche alpine Weltcup-Saison. Die Männer werden ihren Chefs allerdings wieder einiges an Geduld abverlangen.

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Abgerutscht. Fritz Dopfer sollte Felix Neureuther vertreten, kam aber in Sölden nur auf Rang 53. -Foto: dpa

Sölden  - Die Weltmeisterinnen Maria Riesch und Kathrin Hölzl waren mit ihrem Einstand in den Olympia-Winter nicht zufrieden, der Deutsche Skiverband (DSV) erwartet nach zwei gelösten Tickets für Vancouver dennoch eine erfolgreiche Weltcup-Saison. „Ich bin sicher, wir fahren das eine oder andere geile Ergebnis ein“, sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier nach den Riesenslalom-Rennen am Wochenende in 3000 Metern Höhe auf dem Söldener Gletscher. Die Frauen, bei denen Hölzl als Siebte und Junioren-Weltmeisterin Viktoria Rebensburg als Achte beim Sieg von Tanja Poutiainen (Finnland) die Olympia-Norm erfüllten, lassen auf einen erfolgreichen Winter hoffen. Die Männer, bei denen Fritz Dopfer beim Erfolg des Schweizers Didier Cuche nur Rang 53 belegte, werden ihren Chefs hingegen auch in dieser Saison wieder einiges an Geduld abverlangen.

„Für die Mädels war es ein Opening, das in Ordnung war, aber kein Traum- Opening“, sagte Maier, der bei den Frauen einen besseren Start in die Olympia-Saison als beim Auftakt ins erfolgreiche WM-Jahr vor zwölf Monaten bilanzieren konnte. Erstmals seit 1996 und dem Sieg von Katja Seizinger sowie Rang drei durch Hilde Gerg hatte der DSV in Sölden wieder zwei Fahrerinnen in den Top Ten. In diese Regionen konnte Riesch in der schlechtesten ihrer fünf Disziplinen nicht vorstoßen. „Maria muss im Riesenslalom noch konsequenter fahren“, betonte Maier. „Bei den Männern sind wir vom Ergebnis da, wo wir letztes Jahr waren. Das war keine richtige Ohrfeige, aber eine Kopfnuss.“

Wenn nicht ein großer Leistungsschub kommt, wird diese Qualifikation für den 22-jährigen Dopfer ein Traum bleiben. „Das war schlecht von mir. Ich bin sehr enttäuscht“, sagte der Garmischer, der erstmal wieder im Europacup starten wird. Mit Startnummer 50 hatte er es bei nachlassender Piste zwar schwer. Dass der zweite Lauf möglich war, zeigte aber der mit Nummer 49 gestartete Tscheche Ondrej Bank. DSV-Männer-Cheftrainer Karlheinz Waibel war enttäuscht und bemängelte die Risikobereitschaft Dopfers. „Ohne die hat man keine Chance, dazu sind zu viele Wilde am Start, die bereit sind, alles einzubringen.“ dpa

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