Ski alpin : Trauer um Wolfgang Bartels

Der Dritte der Olympia-Abfahrt von 1964, Wolfgang Bartels, ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Als Trainer führte er Rosi Mittermaier zum Olympia-Gold.

Ramsau - "Abfahrt war sein Leben", sagte Rosi Mittermaier, die bei ihrem doppelten Gold-Triumph bei Olympia 1976 von dem inzwischen als Trainer tätigen Bartels zum Sieg geführt wurde. "Es ist ein Wahnsinn, dass er so jung sterben muss." Bartels soll am Samstag in seiner Heimatgemeinde Ramsau bei Berchtesgaden beigesetzt werden.

"Ohne ihn wäre der Olympia-Abfahrtssieg 1976 nicht möglich gewesen", erinnerte sich Mittermaier an ihren Trainer. "Mir hat er das Gleiten beigebracht, da hatte ich vorher viel Zeit verloren." Doch nicht nur sportlich sei Bartels stets ein Gewinn gewesen: "Er hatte einen ansteckenden Humor. Immer lustig und deswegen bei allen so wahnsinnig beliebt. Er konnte mit jedem Menschen umgehen", sagte Mittermaier.

Bronze in Innsbruck

"Sein plötzlicher Tod erschüttert uns", hieß es beim DSV. Seit Anfang der 60er Jahre hatte Bartels mit Spitzenplatzierungen auf sich aufmerksam gemacht. Seinen größten Erfolg als Rennläufer feierte der bodenständige Oberbayer bei den Olympischen Winterspielen 1964, als er in Innsbruck Bronze holte. Wenige Monate nach dem Triumph kam für den Abfahrer jedoch das frühe Aus: Nach einem schweren Autounfall musste Bartels seine Karriere beenden.

Als "Sportsmann, wie er im Buche steht" würdigte der frühere Cheftrainer der deutschen Alpinen, Klaus Mayr, den Olympia-Dritten. "Sportlich war Wolfgang Bartels für mich zu aktiven Zeiten ein Vorbild." Doch auch als Trainer habe Bartels einen vorbildlichen Umgang mit den Sportlern gepflegt und umsichtig und kompetent sein Wissen weiter gegeben. "Wolfgang hat mir imponiert", sagte Mayr. "Sein Tod trifft mich sehr." (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar