Sport : Ski-Langläufer Filbrich erhält „Schutzsperre“

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Kuusamo - Eine Sperre gegen Jens Filbrich hat die guten Ergebnisse des Deutschen Skiverbandes (DSV) beim Weltcup im Langlauf im finnischen Kuusamo in den Hintergrund gedrängt. Bei dem 26-Jährigen aus Oberhof war nach seinem dritten Platz im klassischen 15-Kilometer-Rennen bei einer Doping-Kontrolle ein Hämoglobin-Wert von 17,0 festgestellt worden. Daraufhin war Filbrich vom Internationalen Skiverband (Fis) mit einer Schutzsperre von fünf Tagen belegt worden. Laut Fis-Reglement entspricht 17,0 dem maximal tolerierbaren Wert. Trotz der DSV-Proteste durfte Filbrich am Sonntag im Freistil-Rennen nicht an den Start. Bundestrainer Jochen Behle kündigte juristische Schritte gegen die Fis an. „Die Sperre ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagte Mannschaftsarzt Ernst Jakob. Der im Reglement festgelegte Wert sei nicht überschritten worden. Darüber hinaus seien bei Filbrich seit neun Jahren erhöhte Hämoglobinwerte bekannt. „Diese Werte werden regelmäßig, zuletzt vor Beginn der Weltcup-Saison, an die zuständigen Stellen der Fis gemeldet“, sagte Jakob.

Nach Angaben von Fis-Langlauf-Renndirektor Jürg Capol liege die Grenze jedoch bei 16,9. Dies habe ihm das medizinische Komitee des Skiverbandes am Samstagabend bestätigt. Demnach würden alle Sportler, bei denen man Werte von 17,0 oder höher feststelle, in die Schutzsperre kommen, sagte Capol.

Fast gänzlich wurde durch den Fall Filbrich die Tatsache verdrängt, dass Tobias Angerer einen Tag nach seinem sensationellen Sieg über 15 Kilometer im klassischen Stil beim 15-Kilometer-Freistilrennen Rang drei erreichte. dpa

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