Ski-Übertragungen : ARD schasst Wasmeier

Das frühere Ski-Ass Markus Wasmeier wird vorerst keine ARD-Wintersport-Übertragungen mehr kommentieren. Der Grund: Wasmeier hatte Werbung bei der Konkurrenz gemacht. Der Geschasste selbst ist fassungslos.

München - Die Ski-Fans müssen in diesem Winter auf die Kamerafahrten und Analysen des zweimaligen Olympiasiegers Markus Wasmeier in der ARD verzichten. Weil der 43-Jährige auf ein Computer-Winterspiel von Konkurrent RTL Werbung machte, beendete der öffentliche-rechtliche Fernsehsender die Zusammenarbeit mit seinem Experten. "Wir haben uns von Herrn Wasmeier für diesen Winter getrennt", sagte Werner Rabe, Sportchef des Bayerischen Rundfunks, und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

Wasmeier, der mit den Werbe-Auftritten gegen eine ARD-Richtlinie verstieß, hofft auf eine Fortsetzung seines Engagements. "Ich werde das Gespräch suchen. Ich bin zwölf Jahre dabei, habe viele Ideen mitentwickelt. Das kann doch nicht alles vorbei sein", sagte er der Zeitung. Auch die ARD schließt eine Zusammenarbeit in der neuen Saison nicht aus. "Wir bedauern die Trennung von Markus Wasmeier natürlich sehr. Es wird sicherlich Gespräche geben, was den nächsten Winter angeht", erklärte Rabe.

Kein neuer "Experte" vorgesehen

"Es kam alles ziemlich überraschend und wir werden mit Sicherheit keinen neuen Experten verpflichten", erklärte Rabe. Stattdessen bemühe man sich in der laufenden Saison um prominente, wechselnde Ski-Größen aus dem In- und Ausland. Auch die Nachfolge-Regelung bei den Weltmeisterschaften vom 3. bis zum 18. Februar im schwedischen Are ist noch offen.

Vor der Saison hatten die ARD und Experte Christian Neureuther die langjährige Zusammenarbeit ebenfalls beendet. Der Vater von Felix Neureuther und Ehemann von Rosi Mittermaier hatte aus Altersgründen und wegen seiner Arbeit für die Alpin-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen seinen Platz geräumt. Für ihn konnte die ARD Teamweltmeisterin Martina Ertl-Renz als Expertin verpflichten. (tso/dpa)

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