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Ski-WM in Schladming : Höfl-Riesch wird WM-Dritte in der Abfahrt

Hopsi bringt das Glück zurück: Skirennfahrerin Maria Höfl-Riesch holt sich nach Gold in der Superkombination WM-Bronze in der Abfahrt und tanzt mit dem WM-Maskottchen.

Elisabeth Schlammerl
Bronze und ein Hasenherz gewonnen: Maria Höfl-Riesch (l.) hakt sich bei WM-Maskottchen Hopsi ein.
Bronze und ein Hasenherz gewonnen: Maria Höfl-Riesch (l.) hakt sich bei WM-Maskottchen Hopsi ein.Foto: dpa

Auf einmal war Hopsi, der Hase, da und bat Maria Höfl-Riesch zum Walzer im Zielraum des Schladminger Skistadions. Das Maskottchen der WM hatte nur beste Absichten, schließlich ist er für die Unterhaltung bei den Titelkämpfen in der Steiermark zuständig. In Maria Höfl-Riesch sah er nach der Siegerehrung der besten Abfahrerinnen die ideale Partnerin. Aber die Skirennläuferin zierte sich ein wenig. „Ich kann doch gar nicht tanzen“, sagte sie. Hopsi aber blieb hartnäckig und erreichte sein Ziel. Trotz eines schmerzenden rechten Knies hopste Maria Höfl-Riesch mit Hopsi schließlich doch noch ein paarmal im Kreis.

An Tagen wie diesen lässt man sich aber schon mal zu einem kleinen Unfug überreden. Maria Höfl-Riesch hat nach ihrem Sieg in der Superkombination am Sonntag Bronze in der Abfahrt gewonnen und damit ihre persönliche Bilanz bei Weltmeisterschaften auf nunmehr fünf Medaillen verbessert. Sie ist schon jetzt die erfolgreichste deutsche Athletin, seitdem die Titelkämpfe im Zweijahresrhythmus ausgetragen werden. Dabei könnten es noch ein paar Medaillen mehr werden, denn Höfl-Riesch gehört sowohl im Riesenslalom am Donnerstag als auch im Slalom am Samstag zum Kreis der Favoritinnen.

Anders als zwei Tage zuvor in der Superkombination musste Höfl-Riesch dieses Mal lange warten auf das Glücksgefühl. Sie war als erste aus der Gruppe der besten Abfahrerinnen gestartet und belegte im Ziel den zweiten Platz hinter der Italienerin Nadia Fanchini, die auf der eisigen Piste überraschend bis dahin die Schnellste gewesen war. „Ich konnte gar nicht hinschauen. Bis zur Nummer 30 habe ich mich nicht getraut, mich zu freuen“, gab sie zu. „Da war keine Gänsehaut, nur Herzklopfen und Zittern.“

Aber es war nur noch eine schneller. Die Französin Marion Rolland schaffte es mit einer fabelhaften Fahrt, zum zweiten Mal in ihrer Karriere große Aufmerksamkeit zu erregen. Das erste Mal war ihr das bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver gelungen, als sie sich bei der Abfahrt gleich nach Startschranke das Kreuzband gerissen hatte. Nun ist die 30-Jährige Weltmeisterin, ohne jemals zuvor ein Weltcuprennen gewonnen zu haben.

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