Skilanglauf - 50 Kilometer : Russischer Dreifachsieg entscheidet Nationenwertung

Kein Norweger, kein Schwede - die Russen räumen über im Skilanglauf über 50 Kilometer alle Medaillen ab. Damit steht auch fest, wer die Nationenwertung bei den Olympischen Winterspielen gewinnt.

Das Langlaufstadion tobt. Drei Russen schlagen einen Norweger im Endspurt über 50 Kilometer.
Das Langlaufstadion tobt. Drei Russen schlagen einen Norweger im Endspurt über 50 Kilometer.Foto: AFP

Russland hat bei seinen Heim-Winterspielen in Sotschi die Nationenwertung gewonnen. Der Olympia-Gastgeber war am Sonntag schon vor den letzten zwei der insgesamt 98 Entscheidungen nicht mehr von Platz eins im Medaillenspiegel zu verdrängen. Im 50-Kilometer-Marathon der Ski-Langläufer gewann Alexander Legkow das zwölfte Gold für die Russen, seine Landsleute Maxim Wylegschanin und Ilja Tschernussow holten Silber und Bronze. Es war der erste Dreifacherfolg der Russen bei den Spielen.

Axel Teichmann hat seine Langlauf-Karriere mit einem 39. Platz beendet. Vier Jahre nach dem Gewinn der Silbermedaille auf der Marathonstrecke konnte der 34 Jahre alte Bad Lobensteiner am Sonntag dem Tempo an der Spitze schon bald nicht mehr folgen und lag am Ende 4:08,2 Minuten hinter dem Sieger.

„Das war definitiv mein letztes Rennen. Ab jetzt gehe ich klettern“, sagte Teichmann, der sein Abschiedsrennen nur auf der ersten Hälfte genießen konnte. „Bis Kilometer 30 ging's, aber der zweite Ski ging überhaupt nicht“, sagte der Team-Oldie. Ähnlich äußerte sich Thomas Bing, der das Rennen als bester Läufer des Deutschen Skiverbandes auf Platz 36 beendete. „Ich hatte schon überlegt, ob ich zurückfahren und den alten wiederholen sollte“, bedauerte der Dermbacher, der am Ende 3:00,9 Minuten zurücklag, seinen Ski-Wechsel bei Kilometer 30.

Einen Tag nach ihrem Silber-Gewinn mit der Staffel lieferten die Biathleten Arnd Peiffer und Erik Lesser ein ordentliches Rennen. Peiffer lag am Ende einen Rang hinter Teichmann auf Platz 40, der zweifache Silbermedaillen-Gewinner Lesser kam als 42. ins Ziel.

Für die Russen ist es der erste Sieg in der Länderwertung seit 20 Jahren. 1994 in Lillehammer hatte das Team aus dem Riesenreich ebenfalls die meisten Goldmedaillen gewonnen. . (dpa)

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