Skilanglauf : Erster Podestplatz

Sprung aufs Podium: Langläuferin Katrin Zeller wird beim Weltcup in Lahti Dritte im klassischen Stil. Es ist ihre erste Weltcupplatzierung überhaupt.

Lahti Im tiefen Schnee von Lahti haben die deutschen Skilangläufer den Gesamtweltcup endgültig verloren, mit drei Podestplätzen aber ihr durchaus vorhandenes Leistungsvermögen unter Beweis gestellt. Während der Tscheche Lukas Bauer am Sonntag über 15 Kilometer in der klassischen Technik mit seinem sechsten Einzelsieg den Gewinn der Großen Kristallkugel bereits vier Rennen vor Saisonschluss perfekt machte und damit die seit vier Jahren andauernde Vorherrschaft der DSV-Läufer beendete, festigte René Sommerfeldt mit Platz zwei seinen zweiten Rang im Gesamtklassement.

Für Aufsehen sorgten die deutschen Frauen, die durch Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) im Freistil-Sprint am Samstag und durch die Oberstdorferin Katrin Zeller über 10 Kilometer klassisch dritte Ränge und damit nach der Tour de Ski die ersten Podestplätze in Einzelrennen in diesem Winter feierten. Die Siege gingen an Olympiasiegerin Chandra Crawford (Kanada/Sprint) und Weltcup-Spitzenreiterin Virpi Kuitunen (Finnland). Den Männer-Sprint hatte am Samstag der Norweger Anders Glörsen für sich entschieden.

„Ich bin so glücklich. Ich wollte einen einstelligen Platz, mit Rang zwei hatte ich nicht gerechnet“, jubelte Sommerfeldt. „Es war unser Wetter, aber ich hatte mich schwergetan, die richtigen Ski auszusuchen. Doch die Techniker haben den perfekten Griff getan“, machte der Oberwiesenthaler den Servicekräften ein Kompliment. Seinem Freund Bauer, mit dem er vergangene Saison gemeinsam trainiert hatte, klopfte er auf die Schulter. „Es gab diese Saison keinen Besseren“, sagte Sommerfeldt.

Zu Erfolgsgaranten von Bundestrainer Jochen Behle entwickeln sich zum Saisonschluss neben Sommerfeldt die Frauen. Wie seit Jahren nicht anders gewohnt kommt Evi Sachenbacher-Stehle immer besser in Fahrt, wurde in Stockholm Sechste und holte sich in Lahti zum ersten Mal seit Trondheim 2004 als Dritte wieder einen Podestplatz im Sprint. „Das war schon überraschend und ich bin überglücklich, weil es doch das erste Podium in diesem Winter war“, jubelte die Bayerin und ließ sich von der gesamten Mannschaft feiern.

Am Sonntag schaffte Katrin Zeller als Dritte den Sprung aufs Podium. „Das ist, glaube ich, noch mehr wert, weil es doch ihr erster Platz auf dem Stockerl im Weltcup überhaupt ist“, lobte auch Sachenbacher-Stehle. Die Allgäuerin selbst konnte ihr Glück kaum fassen. „Ich habe mich gar nicht so gut gefühlt. Aber wenn du unterwegs immer Bestzeit, Bestzeit hörst, setzt das Kräfte frei“, erzählte sie und nahm die Leistung als nachträgliches Geschenk zum 29. Geburtstag am Samstag.

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