Skispringen : Kreuzbandriss: Saison für Späth beendet

Skispringer Georg Späth kann wegen eines Kreuzbandrisses den gesamten WM-Winter nicht auf die Schanze. Der 27-Jährige plant nun ein Comeback im Sommer 2009.

Späth Foto: dpa
Beim Sommer-Grandprix in Hinterzarten glänzte Georg Späth als Sieger. -Foto: dpa

Frankfurt/MainHiobsbotschaft für Georg Späth und die deutschen Skispringer: Der Oberstdorfer hat sich einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und fällt den gesamten WM-Winter aus. Späth wird sich in den kommenden Tagen einer Operation unterziehen und erst im Sommer 2009 auf die Schanze zurückkehren. "Die Diagnose ist zwar ein unerwarteter Rückschlag, aber ich konzentriere mich nach der Operation voll und ganz auf die Rehabilitation. Mein Ziel ist es, im nächsten Sommer da weiterzumachen, wo ich heuer aufgehört habe", sagte Späth.

Der 27-Jährige hatte sich vor zwei Monaten im Training zum Sommer-Grand-Prix in Pragelato das Kreuzband angerissen, war nach einer konservativen Behandlung vor wenigen Tagen aber wieder ins Training eingestiegen. Nach einem abschließenden Belastungstest hatte er am vergangenen Dienstag in der Ramsau ein erstes Sprung-Training absolviert. "Die ersten Sprünge verliefen optimal. Ich fühlte mich gut und war sehr sicher. Beim letzten Sprung der ersten Einheit spürte ich dann beim Landen ein Stechen im Knie. Ob das Band dabei gerissen ist oder schon vorher, kann ich nicht sagen", erklärte er.

"Den kommenden Winter muss Georg leider abhaken"

Der Ausfall des Allgäuers schmerzt besonders, hatte er doch zum Auftakt des Sommer-Grand-Prix' mit bestechenden Resultaten aufgewartet. Beim Auftakt in Hinterzarten glänzte er als Sieger, danach folgten Platz vier in Einsiedeln und Rang zwei in Courchevel. "Georgs Ausfall ist ein großer Verlust für das gesamte Team. Er hat bei seinen ersten Sprüngen in der Ramsau annähernd die Form gezeigt, mit der er als Führender des Sommer Grand Prix' in Pragelato ausgefallen war", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Der Coach hofft nun darauf, dass Späth ein ähnlich erfolgreiches Comeback hinlegt wie es Michael Neumayer im Vorjahr gelungen war. Der Berchtesgadener hatte nach einjähriger Pause mit Platz drei bei der Vierschanzentournee für Furore gesorgt. "Den kommenden Winter muss Georg leider abhaken, aber bei gutem Heilungsverlauf besteht eine große Chance, dass er die komplette Sommervorbereitung für die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 mitmachen und dort zeigen kann, über welches Potenzial er verfügt", sagte Schuster. (jvo/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben