Skispringen : Uhrmann gewinnt Qualifikation

UPDATE Auftakt geglückt: Alle vier deutschen Skispringer überstehen die Qualifkation für den Wettkampf von der Normalschanze. Michael Uhrmann präsentierte sich in besonders guter Form.

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Vancouver 2010 - Skispringen
Gut gesprungen. Michael Uhrmann nährt die deutschen Hoffnungen auf eine Medaille. -Foto: dpa

Eigentlich könnte sich Michael Uhrmann jetzt ein T-Shirt basteln. "Olympia-Qualifikationssieger" könnte er darauf schreiben, weil er am Freitagmorgen Ortszeit in Whistler, Kanada, mit 106 Metern so weit wie kein anderer Skispringer dieser Welt geflogen ist. Doch der 31 Jahre Skispringer ist lange genug dabei, um zu wissen, was so ein Erfolg im Qualifikationswettbewerb wert ist. "Gar nichts", sagt Michael Uhrmann, "mir ist wichtig, dass ich einen guten Sprung gemacht habe."

Die Favoriten am Samstag bei der ersten Entscheidung (18.45 Uhr, live in der ARD) der 21. Olympischen Winterspiele in Vancouver, tragen andere Namen: Simon Ammann, Gregor Schlierenzauer oder Thomas Morgenstern. Sie gehören auch zu den besten zehn Athleten im Weltcup, die für das Springen auf der Normalschanze vorqualifiziert sind, und daher am Freitagabend aus einer tieferen Luke starteten – und deshalb allesamt kürzer sprangen als Michael Uhrmann. „Da müsste ich schon eine Schippte drauflegen um mit denen mitzuspringen“, sagt Uhrmann. Die Botschaft aber, die alle deutschen Springer aus der Qualifikation ziehen, lautet: Das Niveau passt.

Michael Neumayer flog auf Rang drei, Martin Schmitt auf neun, nur Pascal Bodmer konnte mit Platz 18 nicht ganz mit der Weltspitze mithalten. "Ich finde, dass wir in den letzten Wochen mannschaftlich sehr geschlossen auftreten.", sagt Michael Neumayer, "wir haben fünf starke Leute." Auch Bundestrainer Werner Schuster freute sich. „Das Niveau ist da, um morgen vorne mitzuspringen“, sagt er, „aber man darf nicht übersehen, dass die Leute in den Top Ten mit weniger Fahrt unterwegs waren."

Auch Martin Schmitt meldet sich nach seiner Wettkampfpause zurück. "Ich hatte eine gutes Sprungniveau hier und habe keine einzigen verpatzten Sprung", sagte er. Auch Schmitt sieht eine Chance, dass auch im Einzelspringen vielleicht sogar eine Medaille für sein Team rausspringen könnte. „Wir haben das Potenzial, dass wir an dem guten Tag für eine Überraschung sorgen“, sagte Schmitt, "wir sind in Schlagdistanz.".

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