Skisprung : Vorher noch schnell Engelberg

DSV-Springer trainieren für Vierschanzentournee.

Engelberg - Im schweizerischen Engelberg wollen sich Deutschlands Skispringer mit einer erstklassigen Generalprobe auf die Vierschanzentournee vorbereiten. Beim Weltcup am Fuße des imposanten Titlis-Berges hoffen Severin Freund und seine Mannschaftskollegen nach einem intensiven Kurz-Trainingslager in Oberstdorf auf einen Podestplatz. „Neben Materialtests konnten wir bei guten Bedingungen an der Sprungtechnik arbeiten und uns den Feinschliff vor der Tournee holen. In Engelberg wollen wir an die guten Saisonleistungen anknüpfen“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Allerdings fehlt Richard Freitag. Der nach einem Mittelfußbruch gerade erst genesene Sachse muss wegen einer Knochenhautreizung im Sprunggelenk passen. „Natürlich würde ich lieber springen, als zuzuschauen. Aber für mich hat die Tournee Priorität“, sagte Freitag. Nach Angaben von DSV-Arzt Florian Porzig ist Freitags Tourneestart nicht gefährdet.

Heiß auf einen Podiumsplatz, den er beim Heimauftritt vor einer Woche in Titisee-Neustadt zweimal verpasst hat, ist in der Schweiz vor allem Freund. „In Engelberg ist mir noch nie ein ganz starkes Ergebnis gelungen. Es ist also an der Zeit“, sagte der 25 Jahre alte Bayer voller Zuversicht. Der Frontmann im DSV-Team gibt sich cool, auch wenn die Konkurrenz immer größer wird. „Deshalb muss man eine absolute Top-Leistung abrufen, möchte man ganz vorne mitspringen“, stellte Freund fest. Am Freitag in der Qualifikation, die alle sieben DSV-Springer überstanden, überzeugte er mit 133,5 Metern.

Direkt nach den Feiertagen geht es weiter zum Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Dafür hat Schuster die sieben Weltcupstarter bereits nominiert. Während die Youngster Andreas Wellinger, Karl Geiger und Marinus Kraus trotz einiger Leistungsschwankungen bisher überzeugten, suchen die erfahrenen Michael Neumayer und Andreas Wank noch ihre Form. „Es ist bisher eine zähe Saison“, sagte Neumayer. Für den 34-Jährigen geht es genauso wie für Wank auch darum, mit einem Top-8-Platz die Olympia-Norm zu erfüllen.dpa

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