Sklaverei-Vorwurf : Katar sagt Prüfung zu

Der umstrittene WM-Ausrichter Katar hat eine genaue Aufarbeitung der Vorwürfe wegen Sklavenarbeit auf den Baustellen des Landes zugesagt.

„Wir meinen das sehr ernst. Wenn es Lücken im Gesetz gibt, werden wir sie schließen“, sagte der neue katarische Außenminister Khalid bin Mohammed al-Attiyah dem „Handelsblatt“ (Donnerstag). Der Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 habe „jetzt eine der führenden Kanzleien der Welt beauftragt, das alles zu überprüfen, alle Mängel offenzulegen und uns aufzuzeigen, wie wir das Leben der betroffenen Arbeiter verbessern können“, sagte al-Attiyah.

Zuletzt hatten immer wieder Berichte über Todesfälle und unmenschliche Zustände auf den Baustellen in Katar für Empörung gesorgt. An diesem Donnerstag kommt es in dieser Sache zur Anhörung vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. Al-Attiyah kündigte eine umfangreiche Prüfung und Konsequenzen an. „Wenn die Einhaltung der Gesetze nicht reicht, werden wir dafür sorgen. Da sind wir sehr entschlossen“, sagte er.

Einer Terminverschiebung steht der Politiker offen gegenüber. „Wenn nun eine Verlegung in den Winter gewünscht wird - bitte sehr. Wir werden auch das schaffen und der Welt zeigen, wie wundervoll wir solche Spiele ausrichten können“, sagte al-Attiyah der Zeitung. (dpa)

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