Sport : Slowakei gewinnt Gold

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Göteborg (dpa). Die Slowakei ist zum ersten Mal Eishockey-Weltmeister: Im Finale der 66. Weltmeisterschaft in Göteborg besiegte die Mannschaft von Trainer Jan Filc Rekord-Titelträger Russland mit 4:3 (2:0, 1:1, 1:2) und feierte den größten Triumph zwei Jahre nach der Vize-Weltmeisterschaft in St. Peterburg.

Lubomir Visnovsky, Peter Bondra (2) und Miroslav Satan schossen die Slowaken zur Goldmedaille und einer Prämie von 619 000 Euro. Der 23-malige Champion aus Russland musste sich mit dem ersten WM- Edelmetall seit dem letzten Titelgewinn 1993 in München und einer Prämie von 585 000 Euro trösten.

NHL-Star Peter Bondra erzielte vor 11 591 Zuschauern im Scandinavium, darunter der slowakische Staatspräsident Rudolf Schuster und Russlands Sportminister Wjatscheslaw Fetisow, in der 59. Minute den Siegtreffer für die Slowaken. Die mit elf Spielern aus der nordamerikanischen Profiliga NHL angetretenen Slowaken waren in diesem WM-Endspiel die spielerisch und läuferisch überlegene Mannschaft.

Die rund 2000 slowakischen Fans, die mit acht Chartermaschinen und per Auto kurzfristig nach Göteborg gereist waren, konnten bereits 22 Sekunden nach dem ersten Bully ausgelassen jubeln, als NHL-Profi Lubomir Visnovsky von den Los Angeles Kings die Führung gelang. Die Slowaken, die bereits in der Zwischenrunde Russland mit 6:4 besiegt hatten, setzten ihr druckvolles Offensivspiel fort und erhöhten durch Peter Bondra (13.) von den Washington Capitals auf 2:0. Doch eine Vorentscheidung war zu diesem Zeitpunkt längst nicht gefallen.

Die vom früheren Weltklassestürmer Boris Michailow betreute „Sbornaja“ brachte im zweiten Drittel mit aggressivem Zweikampfverhalten den slowakischen Angriffsmotor ins Stottern und erzielte durch Maxim Suschinski (24.) den Anschlusstreffer. Aber nach dem glücklichen 3:1 durch Stürmerstar Miroslav Satan (27.) von den Buffalo Sabres übernahm die Slowakei wieder das Kommando. Im Schlussdrittel riskierten die Russen noch einmalalles und schafften durch Wladimir Antipow (43.) und Suschinski (55.) den Ausgleich.

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