Sport : „So graben wir uns immer tiefer ein“

Andreas Neuendorf über Herthas Niederlage und Verantwortung

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Herr Neuendorf, Hertha muss in Leverkusen nicht unbedingt gewinnen – aber ein 1:4 ist wie ein Schlag in die Magengrube.

Ja, aber das hat nichts mit dem Ergebnis zu tun. Wenn man die erste halbe Stunde sieht, dann ist es richtig bitter. Wir lassen Bayer nicht ins Spiel kommen, beschäftigen die ohne Ende. Wenn wir das 2:0 schießen, haben wir sie endgültig im Griff. Und dann steht Berbatow völlig frei. Der muss nicht mal in die Lücke reingehen. Der steht einfach da …

… und schießt das 1:1. Die Niederlage ist durch Fehler in der Abwehr zu Stande gekommen. Befürchten Sie, dass das zu Grabenkämpfen in der Mannschaft führt?

Auf die Verteidiger kann man das nicht schieben. Das Abwehrverhalten fängt vorn an. Es darf schließlich auch nicht sein, dass Lucio von hinten einfach so durch unser Mittelfeld marschiert.

Jetzt muss Hertha die beiden Heimspiele gegen Rostock und Wolfsburg gewinnen, damit die Mannschaft noch eine Chance im Abstiegskampf hat.

Die hätten wir doch sowieso gewinnen müssen. Aber es stimmt. Durch solche Niederlagen setzen wir uns nur noch mehr unter Druck. So graben wir uns unten immer tiefer ein.

Aufgezeichnet von Stefan Hermanns.

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