Sport : So groß wie Jordan

Lionel Messi bei Barca neuer Rekordtorschütze.

Im Schlaf. Nach Alleingängen bleibt dem gegnerischen Torhüter gegen Lionel Messi (links) kaum eine Chance. Foto: dpa
Im Schlaf. Nach Alleingängen bleibt dem gegnerischen Torhüter gegen Lionel Messi (links) kaum eine Chance. Foto: dpaFoto: dpa

Barcelona - Lionel Messi ist erst 24 Jahre alt und hat schon Fußballgeschichte geschrieben. Mit seinem 234. Tor ist der Argentinier beim FC Barcelona nunmehr der beste Schütze in der Vereinsgeschichte des Klubs. Der Weltfußballer des Jahres 2011 erzielte beim 5:3-Sieg am Dienstagabend über den FC Granada drei Treffer und übertraf damit den 57 Jahre alten Rekord der Vereins-Ikone César Rodríguez. „Messi ist in jeder Hinsicht der Beste“, sagte Barcelonas Trainer Josep Guardiola.

Der Coach stellte den Stürmer auf eine Stufe mit der Basketball-Legende Michael Jordan: „Jordan beherrschte seinen Sport, Messi dominiert den Fußball.“ Der bisherige Rekordhalter César, der in den 40er und 50er Jahren für die Katalanen gespielt hatte, benötigte für seine 232 Pflichtspiel-Treffer 13 Spielzeiten. Messi überbot diese Ziffer in nicht einmal sieben Jahren. „Er ist der Schrecken der Torhüter, ein Albtraum für die Verteidiger und ein Verschlinger von Rekorden“, schrieb die Zeitung „La Vanguardia“ über ihn.

Nach dem Spiel gegen Granada nahm Messi den Spielball als Andenken mit nach Hause. Nun kann er den nächsten Rekord ins Visier nehmen: Paulino Alcántara soll 357 Tore für Barca geschossen haben. Aber „El Romperredes“ (der Netze-Zerreißer) hatte von 1912 bis 1927 für den Klub gespielt, als es noch keine Liga und keine Pflichtspiel-Statistiken gab.

Messis Torflut erinnert die Katalanen an das legendäre „Barca der fünf Pokale“, das 1952 fünf Titel gewann. In dieser Elf spielte neben dem Torjäger César auch der Superstar Ladislao Kubala. Der gebürtige Ungar löste damals in Barcelona eine solche Begeisterung aus, dass die Klubführung sich zum Bau des Camp-Nou-Stadions entschloss, weil die alte Arena Les Corts sich als zu klein erwies.dpa

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