• "So kann es nicht weitergehen": Berti Vogts als Nationaltrainer von Aserbaidschan zurückgetreten

"So kann es nicht weitergehen" : Berti Vogts als Nationaltrainer von Aserbaidschan zurückgetreten

Schluss mit Kritik und tätlichen Angriffen: Berti Vogts ist als Nationaltrainer von Aserbaidschan zurückgetreten. Er hatte die Auswahl zwischenzeitlich in der FIFA-Weltrangliste von Platz 147 auf Rang 73 geführt.

Nach sechs Jahren ist Berti Vogts als Nationaltrainer von Aserbaidschan zurückgetreten.
Nach sechs Jahren ist Berti Vogts als Nationaltrainer von Aserbaidschan zurückgetreten.Foto: dpa

Schluss mit Kritik und tätlichen Angriffen: Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts ist als Nationalcoach Aserbaidschans zurückgetreten, wie der Fußballverband des Landes am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte. Berti Vogts war seit 2008 Trainer in Aserbaidschan und arbeitete zuletzt auch als Sonderberater für US-Coach Jürgen Klinsmann. In der Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 kassierte Vogts mit seinem Team zuletzt eine 0:6-Niederlage gegen Kroatien und liegt in der Gruppe H mit null Punkten und 2:10 Toren nach drei Spielen auf dem letzten Platz. Vogts war von 1990 bis 1998 Trainer der deutschen Nationalmannschaft und führte sie 1996 zum EM-Titel.

Berti Vogts hat seinen Rücktritt als Nationalcoach Aserbaidschans mit dem mangelnden Reformwillen in dem Land und den unzureichenden Trainingsbedingungen begründet. „Ich habe dem Präsidenten die Situation geschildert und erklärt, dass es so nicht weitergehen kann“, sagte Vogts am Freitag der Nachrichtenagentur dpa und betonte: „Man muss bereit sein, mehr für den Fußball zu tun.“ Immer wieder habe er unter anderem darauf hingewiesen, dass in den Clubs mehr und intensiver trainiert werden müsse. Dass er die Auswahl in der FIFA-Weltrangliste von Platz 147 zwischenzeitlich auf Rang 73 geführt habe, sei „eine Leistung“.

Berti Vogts stand im ehrgeizigen Aserbaidschan oft in der Kritik, weil er es nicht schaffte, sich mit dem Land für ein großes Turnier zu qualifizieren. Im Sommer 2011 sei er laut eigener Aussage vor einem EM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland auf einer Pressekonferenz von drei einheimischen Journalisten attackiert worden. (dpa)

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