Sport : Solidarität: Marathon mit Trauerflor

Jörg Wenig

Der Berlin-Marathon wird am 30. September mit über 37 000 Teilnehmern im Zeichen der Solidarität mit den Opfern der Katastrophe in den USA stattfinden. Dies erklärten die Veranstalter des größten deutschen Laufes, der zum ersten Mal unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers Gerhard Schröder stattfindet. Entsprechend wurde auch das Bundeskanzleramt informiert. "Wenn wir jetzt aufgrund des Terrors absagen, tragen wir unfreiwillig zum Triumph der Aggressoren bei. Der Berlin-Marathon soll mit Teilnehmern aus über 75 Nationen weiterhin seinen friedlichen, völkerverbindenden Charakter haben", sagte Cheforganisator Horst Milde, der zudem erklärte, dass auch die Veranstalter des New-York-Marathons am 4. November nicht an eine Absage ihres Rennens denken.

"Um die Solidarität Berlins und des Berlin-Marathons mit den Opfern und deren Hinterbliebenen auszudrücken, rufen wir alle Teilnehmer zu einer großzügigen Spende auf. Das Geld soll den Hinterbliebenen der ums Leben gekommenen New Yorker Feuerwehrmänner und Polizisten zu Gute kommen", sagte der Berliner Veranstaltungschef Horst Milde. "Sowohl beim New-York-Marathon als auch bei uns spielen die Feuerwehr und die Polizei eine entscheidende Rolle bei der Durchführung der Läufe." Zudem hatten die Amerikaner einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung des Berlin-Marathons. Bei den Planungen, das Rennen 1981 zum ersten Mal durch die Innenstadt führen zu lassen, unterstützten die Alliierten dieses Vorhaben. "Deswegen ist es für uns jetzt eine Verpflichtung, den Amerikanern zu helfen", sagte Horst Milde, der die Teilnehmer des Berlin-Marathons zudem bittet, aus Solidarität mit Trauerflor zu laufen. Ein Teilnehmer hatte sogar vorgeschlagen, dass alle Starter in schwarzen Trikots laufen sollten.

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