Sport : Sommer-Eishockey

Eisbären gewinnen schwaches Spiel in Hannover mit 2:0

NAME

Von Claus Vetter

Hannover. Am kommenden Donnerstag ist Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Wahlkampf in der Preussag-Arena zu Gast. Gestern gab es in der riesigen Halle auf dem Hannoveraner Messegelände auch schon Besuch aus Berlin, vom EHC Eisbären. Der entpuppte sich für die Hannover Scorpions jedoch als unangenehm. Denn in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gewannen die Eisbären mit 2:0 (2:0, 0:0, 0:0) und sind nun sogar auf den ersten Tabellenplatz vorgerückt. Den Spitzenplatz wird der EHC aber wohl nur bis heute Abend behalten. Denn dann finden die übrigen Partien des dritten Spieltages statt.

Es war kein glanzvoller Sieg der Eisbären. Von der Brillanz, mit der die Berliner am Sonntag beim 6:3 gegen Krefeld gespielt hatten, waren sie in Hannover doch ein gutes Stück entfernt. Dabei trafen die Eisbären auf einen Gegner, dessen spielerische Mittel eher bieder wirkten. Wenn die Hannoveraner mal vor Eisbären-Torhüter Richard Shulmistra auftauchten, dann überboten sie sich an Hilflosigkeit. Die Eisbären waren da schon wesentlich effektiver: Allen voran Keith Aldridge. Der US-Amerikaner feuerte nach sieben Minuten aus spitzem Winkel den ersten Schuss der Eisbären überhaupt auf das Tor von Andrew Verner ab. Der Hannoveraner Torhüter ließ den Puck durch die Schoner passieren. Beim zweiten Tor war Verner hingegen machtlos: In der 17. Minute fälschte Steve Walker einen Schlagschuss von Ricard Persson ins Tor ab.

Eigentlich war es ein beruhigendes 2:0, doch Peter John Lee war beunruhigt. „Vorne läuft es ja gut bei uns, da schießen wir die Tore“, sagte der EHC-Manager. „Aber wenn wir im eigenen Drittel sind, dann habe ich immer Angst. Es dauert einfach zu lange, bis wir uns organisiert haben.“ Die Ängste des Peter John Lee sollten sich als unbegründet erweisen. In der Preussag-Arena fiel nur noch den Fans der Scorpions etwas ein. Die absolvierten im zweiten Drittel offensichtlich einen Wettbewerb im Dauertrommeln.

Doch die gute Stimmung auf den Rängen schien auf dem Eis niemanden anzuspornen. Das Spiel versank spätestens im zweiten Drittel in langweiliger Unordnung. Hannover gelang nichts mehr und den Berlinern immer weniger. Wie hatte EHC-Trainer Pierre Pagé nach einem Testspiel zwischen den Eisbären und Hannover vor wenigen Wochen noch so schön gesagt: „Das war wie ein verregnetes Fußballspiel." Um beim Vergleich mit dem Fußball zu bleiben: Gestern gab es in Hannover Sommer-Eishockey.

0 Kommentare

Neuester Kommentar