Sommerspiele 2008 : Chinesen stürmen Olympia- Buchungssystem

In China ist die zweite Phase des Ticketverkaufs für die olympischen Spiele gefloppt: Das Buchungssystem brach unter dem Ansturm tausender Interessierter zusammen. Nun will man technisch aufrüsten.

China
Olympischer Wühltisch: Stolze Besitzer von Tickets vor einer Bankfiliale. -Foto: AFP

PekingMehr Traffic als erwartet: Der Verkauf der Eintrittskarten für die Olympischen Spiele in Peking ist vorübergehend gestoppt worden, nachdem tausende Interessierte das Buchungssystem lahmgelegt hatten. Angesichts des Chaos' zum Auftakt der neuen Verkaufsrunde  teilte das Organisationskomitee Bocog mit, dass das Buchungssystem technisch aufgerüstet werden müsse. Neue Informationen, wie Karten zu bekommen sind, sollen Anfang nächster Woche verkündet werden.

Das Ticketzentrum habe "den Bedarf unterschätzt, was zu Unzulänglichkeiten in den Vorbereitungen geführt und den Käufern der Karten Unannehmlichkeiten bereitet hat". "Wir entschuldigen uns aufrichtig bei der Öffentlichkeit." Der unerwartet starke Ansturm zum Auftakt der zweiten Runde des Kartenverkaufs in China demonstriere für die Organisatoren gleichwohl "die Sehnsucht und die Unterstützung des chinesischen Volkes für die Olympischen Spiele".

Lange Schlangen vor Bank-of-China-Filialen

In der ersten Stunde habe die Webseite des Kartenzentrums acht Millionen Treffer und die Telefon-Hotline 3,8 Millionen Anrufer gezählt. An den Filialen der Bank of China, die als Verkaufsstellen dienen, hätten einige Menschen seit Montagabend angestanden, um am Dienstag erste Tickets zu ergattern. Sie gingen allerdings leer aus, weil das System durch den Andrang "nicht gut genug funktionierte".

In der neuen Verkaufsrunde können Chinesen und Ausländer mit Wohnsitz in China rund 1,85 Millionen Eintrittskarten kaufen. Anders als in der ersten Runde im Sommer, als zwei Millionen Tickets unter Interessenten verlost wurden, werden die Karten jetzt nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" verkauft. Insgesamt stehen sieben Millionen Karten zur Verfügung. (mit dpa)

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