Sondertraining statt Bundesliga : Ballack steht nicht im Kader

Da kommt Bundestrainer Löw schon nach Leverkusen ins Stadion, um den Ex-Capitano zu sehen, und dann ist Ballack nur auf dem Trainingsplatz im Einsatz.

Da geht's lang, Michi! Jupp Heynckes zeigt Michael Ballack den Weg zu den Kabinen. Foto: dpa
Da geht's lang, Michi! Jupp Heynckes zeigt Michael Ballack den Weg zu den Kabinen.Foto: dpa

Michael Ballack steht nicht im Kader des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen für das Punktspiel am Samstagabend gegen den VfL Wolfsburg. „In einem Gespräch mit Trainer Jupp Heynckes hat Michael Ballack gebeten, ihn aus dem Kader zu streichen“, erklärte Vereinssprecher Dirk Mesch. Dies sei eine spontane Entscheidung gewesen. Der 34-jährige Mittelfeldstar hätte stattdessen am Samstagmorgen mit Konditionstrainer Holger Broich trainiert.

Spekulationen, dass Ballack aus Ärger über die von Heynckes verweigerte Einsatzgarantie gegen Wolfsburg aus dem Aufgebot gestrichen werden wollte und sogar die Auflösung seines bis 2012 datierten Vertrages betreiben wolle, dementierte der Werksclubs. „Davon ist keine Rede“, sagte Mesch.

Allerdings ist das Verhältnis von Ballack zu Chefcoach Heynckes, der dem 98-maligen Nationalspieler keine Privilegien einräumen und ihn langsam nach seinen Verletzungen aufbauen will, offenbar gespannt. „Es hat das Gespräch zwischen Trainer und Spieler in der Tat am Freitag gegeben“, sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser der „Bild am Sonntag“. „Darauf haben Rudi Völler und ich bestanden, weil erkennbar war, dass Michael Ballack erneut nicht von Anfang an spielen wird und es möglicherweise Missverständnisse gibt.“ Holzhäuser sagte „kicker-online“, dass er davon ausgehe, „dass alles im Einvernehmen geschah“. Er werde am Sonntag mit Heynckes reden.

Ballack hatte zwar im Europa-League-Rückspiel gegen Metalist Charkow am Donnerstag vor einer Woche über 90 Minuten spielen dürfen, musste aber bereits am vergangenen Sonntag bei Werder Bremen wieder auf die Bank und kam erst in der 69. Minute ins Spiel. Für die Partie gegen Wolfsburg hat Bundestrainer Joachim Löw sein Kommen angesagt. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben