Sonntagsspiel Stuttgart - Schalke : Nur Ärger mit dem Personal

Vor dem heutigen Spiel sind sowohl der Stuttgarter Manager Horst Heldt als auch sein Schalker Gegenüber Andreas Müller unter Druck geraten.

Oliver Trust
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Schalkes Manager Müller mag gar nicht mehr hinsehen, wenn seine Jungs spielen. -Foto: dpa

Vor dem Duell mit Schalke am Sonntag ist Horst Heldt noch keine drei Jahre im Amt. Und dennoch war Armin Veh bereits der zweite Trainer, der während Heldts Amtszeit als Manager des VfB Stuttgart gehen musste.

Warum aber darf Heldt bleiben? Bei Giovanni Trapattoni ist die Antwort klar: Als der kauzige Italiener am 9. Februar 2006 gehen musste, war der Manager-Neuling erst wenige Wochen zuvor vom VfB-Fußballprofi zum VfB-Manager geworden. Bei Armin Veh ist das anders. Der musste vergangene Woche gehen und Heldt durfte bleiben, nach einer Meisterschaft 2007 und einer sportlichen Talfahrt danach, für die auch er mit verantwortlich ist.

Alle hätten in der Transferpolitik Fehler gemacht, sagte Veh kurz vor seinem Rauswurf und nannte neben Sportdirektor Jochen Schneider auch Horst Heldt als Schuldigen. Es gab Zeiten, da galten Veh und Heldt als Schicksalsgemeinschaft. Das war im Februar 2006 als Aufsichtsratschef Dieter Hundt Veh als „Übergangslösung“ bezeichnete, was ein wenig auch für Heldt zu gelten schien. Das Ziel, es allen zu zeigen, schweißte die beiden zusammen. Nach der Meisterschaft taten sich erste Risse auf.

Veh wollte zum Teil andere Spieler als Heldt. Dass aber auch Heldt einen großen Anteil an den vielen „Fehleinkäufen“ hatte, darüber gibt es keine Zweifel. Billiglösungen wie Jan Simak oder Sergej Radu mussten nach teuren Transfers von Yildiray Bastürk oder Ewerthon her. Dass der Verein kein finanzielles Risiko eingehen wollte, verärgerte Veh zunehmend, weil gleichzeitig die Ansprüche stiegen. Der VfB aber war kein Meister, der die Substanz hatte, den Erfolg zu wiederholen.

Heldt wollte Veh zu einem härteren Umgang mit dem Team bewegen, zu dem der nur eingeschränkt bereit war. Jetzt zauberte Heldt die Zwischenlösung Markus Babbel aus dem Hut. Vielleicht wird auch der irgendwann entlassen. Nur diesmal könnte ein Misserfolg auch für Heldt Konsequenzen haben.

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