Sport : Sorglos ans Tabellenende

Kaiserslautern – Leverkusen 0:0

Oliver Trust

Kaiserslautern - Olaf Marschall fühlte sich nicht besonders wohl in seiner Rolle. Kaiserslauterns Sportdirektor wurde nach dem 0:0 gegen Bayer Leverkusen zu den Journalisten geschickt. Der ehemalige Stürmer, nicht gerade als Plaudertasche bekannt, sollte die offizielle Linie des Vereins nach außen tragen. In dürren Worten tat er das. Und so lag eine Spur Empörung in Marschalls Stimme, als er Fragen nach der Zukunft von Trainer Kurt Jara beantworten musste. Jara werde nach dieser „kämpferisch guten Leistung“ natürlich Trainer beim 1. FC Kaiserslautern bleiben. Wie Buchhalter zählten die Pfälzer ihre Chancen in einem schwachen Spiel auf, die Zandi, Hertzsch und Jancker aber vergaben.

Durch das Unentschieden ist Jara der Entlassung wohl noch einmal entgangen. Bis zum kommenden Dienstag wird der Trainer offenbar bleiben. Dann spielen die Pfälzer in Hannover, am kommenden Sonntag kommt dann Bielefeld. „Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie mit mir zusammenarbeiten will“, sagte der Trainer. „Wenn wir kein Vertrauen zu ihm hätten, dann müssten wir ja aufhören“, sagte Marschall.

Weil aber der Abgesandte Marschall nicht sehr überzeugend klang, tauchte auch noch Vereinschef René C. Jäggi auf. Smart wie immer, redegewandt, mit blauem Hemd unter dem Anzug. „Kurt Jara bleibt unser Trainer“, sagte Jäggi. Dass Kaiserslautern durch das Unentschieden ans Tabellenende rutschte, ignorierte Jäggi: „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht.“

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