Sotschi : DSV will mindestens 15 Medaillen

Wie in Vancouver wollen die deutschen Skisportler auch bei den Winterspielen in Sotschi eine tragende Säule der Olympia-Mannschaft sein. 15 Plaketten sind das Mindestziel. Wieder einmal ist eine Sonderprämie für die Medaillengewinner ausgelobt.

Der Deutsche Skiverband will wie bei den erfolgreichen Winterspielen von Vancouver auch in Sotschi wieder für Medaillenglanz in der Olympia-Mannschaft sorgen. Genau 100 Tage vor der Eröffnungsfeier beim Saisonhöhepunkt in Russland steckten die DSV-Verantwortlichen bei der offiziellen Einkleidung ihre ambitionierten Ziele ab: Mindestens 15 Podestplätze sind eingeplant. „Auch bei den Spielen in Russland wollen wir unserem Führungsanspruch als größter und wichtigster Fachverband im deutschen Wintersport gerecht werden“, betonte Präsident Alfons Hörmann.

„Der deutsche Sport insgesamt setzt sich bei Olympia ja großem Erwartungsdruck aus, wenn man von Platz eins bis drei in der Nationenwertung spricht“, sagte Generalsekretär Thomas Pfüller am Mittwoch in Eching bei München. Wenn sich der größte Verband dem entziehen würde, bräuchte der deutsche Sport sich nicht solche Ziele zu setzen, erklärte er. „Alle Teilmannschaften sind in der Lage, Medaillen zu gewinnen. Das Ziel sind 15 Medaillen plus.“ Wieder einmal hat der DSV auch eine Sonderprämie für die Olympia-Asse ausgelobt. Für Einzel-Gold winkt eine Verbandszahlung von 25 000 Euro, Silber und Bronze werden mit 15 000 und 10 000 Euro entlohnt, die der Verband an seine Aushängeschilder gerne zahlt. „Natürlich liebäugeln die meisten unserer Spitzensportler mit einem Platz auf dem Siegerpodest“, erklärte der designierte DOSB-Präsident Hörmann. „Die Messlatte von Vancouver liegt dabei mit 15 Medaillen erneut sehr hoch.“ Bislang dürfen die Freestyler Lisa Zimmermann und Bene Mayr schon mit dem Olympia-Ticket planen, dazu erfüllte Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg am Wochenende mit Platz drei beim Riesenslalom-Weltcup in Sölden die Norm. Insgesamt werden wohl über 60 DSV-Athleten zum Spektakel im Zeichen der Ringe reisen. Aber noch sei Sotschi weit weg, erklärte Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch bei ihrer bereits 14. Einkleidung. „Wir haben noch viele andere Aufgaben vor uns.“ Der Verband zeichnete am Mittwoch wieder zahlreiche Topsportler mit dem Goldenen Ski aus. Unter anderem erhielten Höfl-Riesch und ihr krank fehlender Alpin-Teamkollege Felix Neureuther, der Nordische Kombinierer Eric Frenzel, Skispringer Severin Freund sowie die Biathleten Andrea Henkel und Andreas Birnbacher die höchste Ehrung des Verbandes.

Der DSV seinerseits freute sich über mehrjährige Vertragsverlängerungen mit zwei Sponsoren (audi/Bogner). In seiner über 100-jährigen Geschichte sei der Verband nie so wertvoll und solide gewesen wie heute, gab Hörmann preis. „Der DSV kann mit einer sehr guten Aufstellung in die Zukunft blicken - auch über Sotschi hinaus.“ (dpa)

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