Sotschi und der Schnee : Versulzene Spiele

Alles Sulze oder was? Bei Olympia wird der Schnee zum Sulz. Zum Glück hat sich die Lage an der Wetterfront in Sotschi inzwischen etwas entspannt. Was sonst alles hätte passieren können...

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Völlig versulzt. Helfer kämpfen mit dem Kunstschnee von Sotschi.
Völlig versulzt. Helfer kämpfen mit dem Kunstschnee von Sotschi.Foto: AFP

Fast wäre Olympia in Sotschi ins Wasser gefallen. Oder besser gesagt: in den Sulz. So nennt man den matschigen Schnee, der den Sportlern in den vergangenen Tagen so sehr zu schaffen gemacht hat. Die Gefahr völlig versulzener Spiele scheint nun gebannt – man mag aber gar nicht darüber nachdenken, was alles hätte passieren können.

Das warme Wetter im Kaukasus drohte die Wettbewerbe auf den Kopf zu stellen. Man stelle sich die Bilder vor: verzweifelte alpine Rennfahrer bei Riesensulz, Abfahrtssulz und Super-Sulz, stürzende Freestyler beim Buckelsulz, fluchende Snowboarder bei Parallelsulz, Slopesulz und Sulzcross.

Die Rennen der Langläufer im Teamsulz, Massensulz und Sulzathlon drohten zu einer wahren Tour de Sulz zu werden. Im letzten Moment gelang es, die Spiele zu retten. 24 Tonnen eines grobkörnigen Spezialsalzes wurden aus der Schweiz eingeflogen, um die Pisten zu präparieren. Die Lieferung des Salzes waren sogar der ehrwürdigen „New York Times“ von Herausgeber Arthur Ochs Sulzberger Jr. eine große Geschichte wert.

Die Gefahr ist nun abgewendet, auch die Bobfahrer können wieder ruhig schlafen. Vorher fürchteten sie sich nämlich vor den irregulären Bedingungen im Vierersulz.

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