Sport : Souverän in Frankfurt: Die Eisbären siegen 3:1

Tom Hoffmann

Frankfurt - Eigentlich hatten sich die Frankfurt Lions in der jüngsten Vergangenheit zu so etwas wie einem Angstgegner der EHC Eisbären gemausert. Fünf der letzten sechs Heimspiele gegen den Titelverteidiger hatten die Lions gewonnen. Diese gute Bilanz erhielt allerdings am Freitag einen deutlichen Dämpfer. Denn der alte und neue Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) kommt aus Berlin. In einem sehenswerten Schlagabtausch siegten die Eisbären 3:1-(1:0, 1:1, 1:0) in Frankfurt und hielten damit einen der ärgsten Verfolger auf Distanz.

Vor 7000 Zuschauern im ausverkauften Frankfurter Stadion zeigten beide Teams vom ersten Bully an, warum sie derzeit im Klassement so weit oben stehen. Bei den Berlinern erwischte vor allem Rob Zepp einen guten Abend; der Torwart entnervte die nach der frühen Führung durch Richie Regehr, der in der 14. Minute in Überzahl traf, beharrlich auf ihre Chancen lauernden Angreifer des Gegners. Zepp war immer dann zur Stelle, wenn es seinen Vorderleute an der nötigen Abwehrkraft mangelte. Bei ihrem Führungstor spielte den Berlinern in die Karten, dass dem ansonsten ebenfalls souveränen Frankfurter Schlussmann Ian Gordon die Sicht verdeckt war, als sein früherer Teamgefährte Regehr im Powerplay von der blauen Linie abzog. Sven Felski (27.) erhöhte zum 2:0. Spannend blieb es dennoch, da der Frankfurter Topscorer Jeff Ulmer zwischenzeitlich den Anschlusstreffer erzielte.

Und dass es bei diesem Kräftemessen der beiden Rivalen, bei denen einige Protagonisten seit dem Pokalfinale 2008 eine tiefe Abneigung pflegen, um mehr ging als bloß drei Punkte, wurde in vielen Szenen deutlich. Der Schweizer Gast-Schiedsrichter Danny Kurmann verhängte unter anderem gegen Eisbären-Stürmer Stefan Ustorf, der sich über eine zweiminütige Hinausstellung beklagt hatte, eine Spieldauerdisziplinarstrafe (45.). Ungeachtet dieses Handicaps verteidigten die Berliner gegen furios um den Ausgleich kämpfende Löwen den Vorsprung und waren durch Andy Roach kurz vor Ultimo durch ein Empty-Net-Goal sogar noch ein weiteres Mal erfolgreich.Tom Hoffmann

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