Sport : Souverän und selbstbewusst

Eintracht Frankfurt feiert Traumstart in Europa.

Frankfurt am Main - Was für ein Start in die Europa League. Nach dem 3:0 gegen Girondins Bordeaux will Eintracht Frankfurt seinen Aufschwung auch in der Bundesliga fortsetzen. „Europa kann sich auf Frankfurt freuen“, sagte Trainer Armin Veh nach dem gelungen Auftakt in der Gruppenphase der Europa League.

Allerdings mahnte Veh mit Blick auf die nun anstehende Doppelbelastung mit Bundesliga und internationalen Einsätzen zur Besonnenheit. „Ich hoffe, dass es uns schnell gelingt, mit den englischen Wochen klarzukommen“, sagte der 52-Jährige. Bereits an diesem Sonntag sind die Frankfurter beim VfB Stuttgart gefordert.

Den Schwaben sind die Schwierigkeiten der Doppelbelastung gut bekannt. Allerdings scheint Frankfurt gefestigter und vor allem breiter aufgestellt zu sein als der VfB. Dass gegen Bordeaux in Alexander Meier, Pirmin Schwegler, Bastian Oczipka und Jan Rosenthal vier Stammkräfte fehlten, war kaum zu bemerken.

„Es war wichtig, dass wir im Sommer etwas gemacht und uns in der Breite verstärkt haben“, sagte Veh.

In Vaclav Kadlec erzielte einer der Zugänge die frühe Führung, die Marco Russ und Constant Djapka gegen allerdings lustlose Franzosen zum Erfolg ausbauten. „Jetzt haben wir eine hervorragende Ausgangsposition“, so Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen. Zumal sich Maccabi Tel Aviv und Apoel Nikosia im zweiten Spiel der Gruppe F 0:0 trennten.

Mit einer bemerkenswerten Souveränität und Selbstverständlichkeit fing die Eintracht in der Europa League an. Und das, obwohl in Russ nur ein einziger Profi im Kader stand, der bereits beim letzten internationalen Frankfurter Auftritt vor knapp sieben Jahren dabei war.

Auch die Anhänger sorgten mit ihrer Choreografie und ihrer Dauerunterstützung für Freudenstimmung. „Es gibt nicht viele Vereine in Europa, die so etwas auf die Beine stellen können“, sagte Finanzvorstand Axel Hellmann. „Diese Stadt lebt einfach die Europa League.“

Damit dies in der Zukunft so bleibt, müssen die Hessen auch in der Bundesliga Punkte sammeln. In Stuttgart werden Meier und Rosenthal aber weiter fehlen. Veh hofft, dass die beiden Spieler in der Woche danach beim DFB-Pokalspiel gegen den VfL Bochum oder in der Liga gegen den Hamburger SV wieder zur Verfügung stehen. Angst, dass sein Team die Stuttgarter nach dem eigenen starken Auftritt gegen Bordeaux unterschätzen wird, hat Veh nicht. „Diese Mannschaft bleibt immer am Boden.“ dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben