Sport : Spärlicher Geldfluss in die Istaf-Kasse

Frank Bachner

Die Nachricht klingt fast schon wie eine Siegesfanfare: "Mit dem Vermarktungspaket und der darin festgeschriebenen Garantiesumme sichert IMG schon jetzt die Durchführung des Istaf 2002 (... )", teilt das Internationale Stadionfest (Istaf) offiziell mit. Der Vermarkter IMG löst die Agentur ISL, die Konkurs ging, ab und soll nun für die Istaf GmbH neue Sponsoren gewinnen. Interessant ist allerdings der Punkt mit der Garantiesumme. Denn da beginnt für Istaf das Problem. ISL zahlte bis zu seinem Konkurs rund 800 000 Euro pro Jahr, mit dieser Summe konnte die GmbH kalkulieren. Doch jetzt sinkt diese Garantiesumme drastisch. Nach Informationen des Tagesspiegel garantiert IMG nicht viel mehr als 250 000 Euro. Jürgen Demmel, der Geschäftsführer der Istaf GmbH, kalkuliert allerdings in seinem Haushaltsplan 2002 mit einer erheblich größeren Summe von IMG. Er vertraut dabei ganz offenbar auf eine erfolgreiche Arbeit von IMG. Doch die Agentur hat bislang mit der Vermarktung von Leichtathletik-Meetings keine Erfahrung. Und ein erfahrener Marketing-Experte sagt: "Sponsoren in dieser Sportart zu bekommen, ist derzeit schwierig." Demmel gibt zu Einzelheiten des IMG-Vertrags keine Auskunft.

Der Istaf-GmbH droht zudem immer noch eine Zahlung von rund 150 000 Euro an den entlassenen Geschäftsführer Michael John. So viel fordert John vor Gericht. Ein Urteil steht noch aus. Den juristischen Kampf um die Lizenz des langjährigen Istaf-Logos habe die GmbH dagegen gewonnen, verkündete Demmel intern. Es ist allerdings ein Sieg ohne großen Wert. Istaf wirbt inzwischen mit einem neuen Logo.

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