Sport : Spätes Pech

Borussia Dortmund verliert gegen den FC Brügge 4:5 nach Elfmeterschießen und spielt nur im Uefa-Pokal

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Dortmund (Tsp). Borussia Dortmund machte es lange spannend. Erst das Elfmeterschießen musste entscheiden, ob der Name des Dortmunder Fußballvereins heute in Monaco bei der Auslosung für die Champions League in einem Topf liegt oder nicht. Er wird fehlen. 4:5 (2:1, 1:1) nach Elfmeterschießen unterlagen die Dortmunder dem FC Brügge in der Qualifikation für die Champions League. Die Dortmunder Amoroso und Bergdölmo konnten im Elfmeterschießen Brügges Torwart Tomislav Butina nicht überwinden, die Belgier trafen ihre vier Elfmeter. Die Niederlage kostet Dortmund insgesamt 15 Millionen Euro. So viel hätte der Verein in der Champions League mindestens eingenommen.

Dabei hatte es vor 60 000 Zuschauern im ausverkauften Westfalenstadion gut begonnen. Brügges Torhüter Tomislav Butina ließ nach drei Minuten eine Rückgabe zu weit ins Feld zurück prallen. Dortmunds Brasilianer Marcio Amoroso, der bereits beim 1:2 im Hinspiel einen Treffer erzielt hatte, war zur Stelle und schoss den Ball zum 1:0 ins Netz. Dieser Stand hätte der Mannschaft von Trainer Matthias Sammer zum Weiterkommen genügt.

Dortmund war zwar die spielerisch bessere Mannschaft. Dennoch musste das Team in der 27. Minuten den Ausgleich durch einen Freistoß aus 20 Metern von Andres Mendoza hinnehmen. Zwei Spieler der Belgier hatten Dortmunds Mauer mit kräftigen Körpereinsatz beiseite gedrückt, der Peruaner schoss durch die Lücke, und Amoroso, der auf der eigenen Torlinie stand, fälschte den Ball noch ab. Dabei behinderte er seinen Torhüter Roman Weidenfeller auch noch. Es war ein unglücklicher Gegentreffer.

Spätestens nach der Pause begann das Zittern. „Die Ausgangsposition hat sich verschlechtert“, sagte Sportdirektor Michael Zorc. Die Dortmunder begannen auf das Tor des FC Brügge zu stürmen, doch es wollte zunächst kein Treffer fallen. Die Belgier blieben vor allem durch Mendoza bei Kontern gefährlich. Matthias Sammer reagierte, und brachte zunächst Ewerthon und später Fernandez. Und lag richtig. Mit seinem ersten Ballkontakt flankte der Argentinier auf Ewerthon. Der Brasilianer köpfte das 2:1.

Die Verlängerung musste entscheiden. Zuvor wurden die Spieler noch über eine Regeländerung informiert, welche der europäische Fußballverband eingeführt hat. Es galt das „Silver Goal“, also ein Treffer der die Partie bereits nach den ersten 15 Minuten der Verlängerung beendet hätte. Doch ein Tor blieb aus. Brügges David Rozehnal musste nach GelbRot gehen, Dortmund bestritt die letzten acht Minuten der Verlängerung mit einem Spieler mehr. Ohne Erfolg.

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