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Sport : Spanien kann doch noch gewinnen

13.05.2013 00:00 Uhrvon
Zu Hause siegt es sich am schönsten. Fernando Alonso grüßt seine Fans nach dem Erfolg auf der Heimstrecke. Foto: dpaBild vergrößern
Zu Hause siegt es sich am schönsten. Fernando Alonso grüßt seine Fans nach dem Erfolg auf der Heimstrecke. Foto: dpa - Foto: dpa

Zum ersten Mal seit 2006 siegt Fernando Alonso bei seinem Heim-Grand-Prix in Barcelona.

Einige Beobachter hatten bereits am Samstag gewettet. Nachdem Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Barcelona die erste Startreihe für Mercedes herausgefahren hatten, schwebte vor allem eine Frage über der Strecke: Wie lange würde es angesichts der bekannten Schwäche mit dem erhöhten Reifenverschleiß wohl diesmal dauern, bis die Silberpfeile ihre Führung beim Großen Preis von Spanien abgeben müssen? Immerhin verteidigten sie ihre Position am Sonntag bis zum ersten Boxenstopp nach 13 Runden, als Nico Rosberg den späteren Sieger Fernando Alonso passieren lassen musste. „Keine Ahnung, warum das bei uns immer so viel schlimmer ist als bei allen anderen“, sagte Rosberg und zuckte mit den Schultern.

Platz sechs für Rosberg und Platz zwölf für seinen Teamkollegen Hamilton – mit diesen Resultaten konnte man bei Mercedes nicht zufrieden sein.

Fernando Alonso feierte dagegen zur Freude seiner spanischen Fans den ersten Heimsieg in Barcelona seit 2006. Mit der spanischen Flagge in der Hand fuhr Alonso die Ehrenrunde – sein Beitrag zur Aufmunterung der krisengebeutelten Nation, auch wenn es eigentlich nicht mehr erlaubt ist, während der Auslaufrunde anzuhalten und die Fahne einzusammeln. Aber bei einem Spanier in Spanien sieht man das wohl nicht ganz so eng. „Die Unterstützung der Fans war unglaublich wichtig, das gibt einem dann auch noch einmal besonders viel Kraft“, sagte Alonso, „ich freue mich riesig über diesen Sieg“. Alonso gewann mit deutlichem Vorsprung auf Kimi Räikkönen im Lotus. Der Finne kam bei der Reifenschlacht auf dem Circuit de Catalunya als einziger Fahrer aus der Spitzengruppe mit drei Boxenstopps aus.

Einer im Ferrari-Team konnte den Triumph allerdings nicht direkt vor Ort verfolgen: Technikchef Pat Fry fehlte an der Boxenmauer, er war am Samstag mit einer Blinddarmentzündung ins Krankenhaus eingeliefert und noch in der Nacht notoperiert worden.

Sebastian Vettel kam mit 38,2 Sekunden Rückstand auf den Sieger diesmal nur auf Platz vier, behielt aber knapp die WM-Führung mit vier Punkten Vorsprung vor Räikkönen und 17 vor Alonso. Auch beim Weltmeister verhinderte der hohe Reifenverschleiß ein besseres Ergebnis. „Am Anfang haben wir noch versucht, mit einer Drei-Stopp-Strategie durchzukommen. Dann haben wir gemerkt, dass das auf keinen Fall geht und auf vier Stopps umgestellt“, sagte Vettel. „Unsere Idee, das Rennen hauptsächlich mit harten Reifen zu fahren, war wohl doch eher ein Griff ins Klo“, ergänzte der Weltmeister.

Warum das aber – im Gegensatz zu allen vorherigen Berechnungen – der Fall war, konnten weder Vettel noch Sportkoordinator Helmut Marko erklären. Vettel nahm das Ergebnis freilich sehr gelassen hin: „Wir dürfen nicht allzu enttäuscht sein, ich führe immer noch in der Weltmeisterschaft – und es kommen auch wieder andere Tage." Vielleicht schon in zwei Wochen in Monaco? „Da ist der Reifentyp anders, da haben wir weichere, aber dafür ist die Belastung für die Reifen auch bei weitem nicht so groß. Ein Zuckerschlecken wird das aber auch nicht, vor allem, weil das Überholen in Monaco dann wieder sehr schwierig ist."

Großes Pech hatten Adrian Sutil und Nico Hülkenberg. Sutil hatte einen sehr guten Start erwischt und lag auf klarem Punktekurs, als – nicht zum ersten Mal in diesem Jahr – ein Boxenstopp komplett schief ging. 40 Sekunden verlor Sutil dadurch, und trotz eines starken Rennens blieb so wieder nur der 13. Platz.

Auch bei Nico Hülkenberg entstand das Malheur aus einer Boxenstopp-Panne: Die Sauber-Crew schickte ihn zu früh raus, dadurch kam es zu einer Kollision mit Jean-Eric Vergne im Toro Rosso. Mit beschädigtem Frontflügel musste Hülkenberg eine Runde später noch einmal an die Box kommen – und dann kassierte er für den Zwischenfall auch noch eine Zehn-Sekunden-Stopp-and-Go-Strafe, so dass er am Ende sechs Boxenstopps brauchte.

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