Sport : SPANIEN – RUSSLAND

Gruppe D, Stadion Tivoli Innsbruck, 18 Uhr, live in der ARD

Welch ein Pech für Russland. So viel vorgenommen hat sich die Mannschaft, das Ausscheiden in der Vorrunde der vergangenen EM soll wiedergutgemacht werden, in Gruppe D erscheint dieses Vorhaben zumindest lösbar. Und dann das: Die Russen müssen auf ihre planmäßigen Stürmer des Uefa-Cup-Siegers Zenit St. Petersburg verzichten. Neben dem gesperrten Andrej Arschawin fällt nun auch noch Pawel Pogrebnjak verletzungsbedingt aus. Pogrebnjak ist am Sonntag aus dem Trainingslager abgereist, um sich am linken Meniskus operieren zu lassen. „Das ist ein schwerer Rückschlag“, sagte Russlands niederländischer Trainer Guus Hiddink. „Er war sehr wichtig für uns, besonders nach dem, was er im Uefa-Cup geleistet hat.“

So wird wohl Roman Pawljutschenko (Spartak Moskau) heute im Auftaktspiel der Gruppe D gegen Spanien als einzige Spitze auflaufen. Eine schwierige Lage für Hiddink, der am Wochenende bereits etwas zu resignieren schien. Für die Spanier sind die Ausfälle aber kein Grund, ihren Gruppengegner zu unterschätzen. „Trotz dieses Ausfalls wird es schwierig“, sagte Spaniens Mittelfeldspieler Andrés Iniesta. „Das sind natürlich wichtige Spieler, aber die Russen sind als Kollektiv stark.“ Iniesta wäre beinahe selbst ausgefallen, denn er hat sich gerade erst von einer Lebensmittelvergiftung erholt. Auch die beiden spanischen Torjäger Fernando Torres und David Villa sind gerade rechtzeitig fit geworden, so dass die „Selección“ wohl heute in Bestbesetzung antreten wird.

Davon kann Russland nur träumen. Der russische Verbandspräsident Witali Mutko bliebt dennoch optimistisch. „Wir sind genauso stark wie die Spanier“, sagte er, rief das Überstehen der Vorrunde als Pflicht aus und träumt vom Finale. Diese Hoffnung hat einen Namen: Roman Pawljutschenko. Er schoss in der EM-Qualifikation beim 2:1 gegen England beide Tore. Und diesen Sieg hatte den Russen ja schließlich auch niemand zugetraut.

Dennoch spricht die Statistik klar gegen Russland: Gegen Spanien, Mitfavoriten auf den Europameistertitel, gelang den Russen in sechzehn Begegnungen bislang kein Sieg.

Schiedsrichter: Konrad Plautz (Österreich).

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