Sport : Spanien und Fifa gegen Wada

Zürich/ Madrid - Der Weltfußballverband Fifa hat sich im Streit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) um die Melderegeln für Top-Profis vorerst durchgesetzt. Demnach dürfen die Aufenthaltsorte der Spieler für Dopingproben in einer Testphase bis 2010 doch kollektiv gemeldet werden. Die von der Fifa, dem europäischen Dachverband Uefa und Profis wie Michael Ballack kritisierte individuelle Meldepflicht gilt nur in Sonderfällen. Für Brisanz könnte zudem die eigens für die Fifa modifizierte Urlaubsregelung sorgen. Unverdächtige Profis müssen demnach während ihrer Ferien in der Sommer- und Winterpause für Kontrollen nicht mehr jederzeit verfügbar sein.

Auch Spanien ist auf Distanz zu den strengen Meldebestimmungen der Wada gegangen. Die Madrider Regierung verabschiedete einen Erlass, der nächtliche Dopingkontrollen in Spanien untersagt. Demnach sollen in der Zeit von 23 Uhr bis 8 Uhr Dopingtests auf spanischem Territorium verboten sein. Die Wada verlangt dagegen in ihren geltenden Melderegeln, dass Spitzensportler im Prinzip 24 Stunden am Tag für Dopingkontrollen zur Verfügung stehen müssen. dpa

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