Sport : Spartak Moskau - FC Bayern: Bayern München rehabilitiert sich in Moskau

Im Stile eines Champions hat der FC Bayern München seine schwache Auftaktleistung in der Champions League ausgeglichen und wieder Kurs auf die Zwischenrunde genommen. Eine Woche nach dem dürftigen 0:0 gegen Sparta Prag feierte der Titelverteidiger bei Spartak Moskau einen verdienten 3:1 (2:0)-Erfolg.

Hasan Salihamidzic mit einem Kopfball in der 16. Minute und Giovane Elber mit einem fulminanten Distanzschuss in der 41. Minute brachten die glänzend eingestellte Elf von Trainer Ottmar Hitzfeld vor 30 000 Zuschauern in Führung. Nachdem Wassili Baranow (64. Minute) mit einem Freistoß verkürzte, machte Elber (74.) mit seinem bereits 19. Europacup-Tor alles klar. Damit blieben die Bayern auch im fünften Spiel auf russischem Boden ungeschlagen.

"Die Mannschaft hat sich voll rehabilitiert", urteilte Hitzfeld und lobte die geschlossene Mannschaftsleistung: "Wir sind als Einheit aufgetreten und hatten in Elber den überragenden Mann. Und wir hatten den Raum, den wir brauchen, um Tore zu erzielen." Trotz strömenden Regens waren die Platzverhältnisse im Luschniki-Stadion längst nicht so schlecht wie vor sieben Monaten, als die Bayern auf Schnee und Eis zu einem 3:0-Sieg kamen. Und wie damals übernahm der erstmals mit neun Ausländern in der Anfangself angetretene deutsche Rekordmeister auch diesmal von Beginn an die Initiative. Vor allem Pablo Thiam, der im Mittelfeld den Vorzug gegenüber Owen Hargreaves erhielt, und Salihamidzic, für den sich zunächst kein Moskauer zuständig fühlte, präsentierten sich in der Anfangsphase stark.

Die freien Räume ermöglichten Salihamidzic in den ersten 16 Minuten gleich drei hochkarätige Chancen. Bei der dritten hatte der Bosnier endlich sein Erfolgserlebnis. "Diese Führung hat der Mannschaft viel Schwung gegeben", meinte Hitzfeld. Nach einer Flanke von Thiam traf er mit einem Kopfball ins lange Eck. Die Münchener präsentierten sich auch in der Folgezeit als die abgeklärtere Mannschaft, zweikampfstärker und zielstrebiger. Grundstein des Erfolges war einmal mehr die von Hitzfeld Anfang September initiierte Viererkette. Wenngleich die Abwehrformation im fünften Spiel ihr erstes Gegentor kassierte, präsentierte sie sich insgesamt als sicher. Allerdings hatte der Deutsche Meister Glück, dass Schüsse von Dimitri Ananko und dem Ex-Bremer Wladimir Bestschastnich an der Latte landeten. Der russische Abonnementmeister verstrickte sich zu sehr in seinem Kurzpass-Spiel, was angesichts des tiefen Bodens zu vielen Fehlpässen führte. Einen solchen nutzte Elber in der 41. Minute zum 2:0.

Nach der Pause machten die Moskauer mehr Druck. Doch die Bayern verloren nur zwei Mal den Überblick. In der 54. Minute köpfte Roque Santa Cruz nach einem Eckball von Baranow an die eigene Latte. Zehn Minuten später war Kahn dann geschlagen, als Baranow einen von Sagnol verursachten Freistoß aus 18 Metern durch die Bayern-Mauer hindurch ins Tor schoss. Die Hoffnung der Russen aber währte nur zehn Minuten. Dann traf Elber zum 3:1 und sorgte damit für die Entscheidung.

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