Spiel am Sonnabend : Der quirlige Spanier gegen den kantigen Schweden

Nach der Defensivschlacht der Griechen gegen Schweden hoffen nun alle, dass das zweite Spiel gegen Spanien ein Duell der Offensiven wird. In der EM-Qualifikation war es bereits so. Los geht's am Sonnabend um 18 Uhr in Innsbruck (ARD).

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Fünf markante Typen. Doch nur einer schoss drei Tore: David Villa.Foto: AFP

Nach dem 4:1 über Russland spricht man einmal mehr über die Spanier. Wie eigentlich in jedem internationalen Turnier gehören sie wieder zu den Titelaspiranten, nach der überzeugenden Vorstellung in ihrem EM-Auftaktspiel umso mehr. Oft konnten sie der Favoritenrolle in der Vergangenheit jedoch nicht entsprechen. Werden die Spanier diesmal ihrem guten Ruf gerecht?
 
Vor dem zweiten Gruppenspiel ist die Ausgangslage klar: Der Sieger ist so gut wie sicher im Viertelfinale. Diese Position haben sich Spanien und Schweden durch die Auftaktsiege über Russland und Griechenland erarbeitet und wollen diese nun beide möglichst vorzeitig nutzen.

Nach der Defensivschlacht der Griechen gegen Schweden hoffen nun alle, dieses zweite Spiel der Gruppe D könnte ein Duell der Offensiven werden. David Villa hat mit seinen drei Treffern gegen Russland schon einmal einen Vorgeschmack seines Könnens geliefert, Schwedens Zlatan Ibrahimovic erzielte das erlösende 1:0 mit einem tollen Schuss gegen die mauernden Griechen. Mit ihren jeweiligen Partnern Fernando Torres und Henrik Larsson sind sowohl Spanien als auch Schweden besonders in der Offensive extrem gut ausgestattet. Die Defensive Spaniens lobt die Offensive Schwedens und umgekehrt, kurz gesagt: Jeder lobt jeden, man spricht voller Respekt voneinander. Keines der beiden Teams möchte in die vermeintlich schwierigere Rolle des Favoriten gedrängt werden. Deswegen übertreffen sich auch die Trainer gegenseitig, wenn sie über ihren heutigen Kontrahenten sprechen. Spaniens Luis Aragonés sagt: „Schweden hat im Sturm ganz formidable Spieler. Es ist auf jeden Fall ein respekteinflößender Rivale.“ Und sein schwedischer Kollege Lars Lagerbäck: „Das wird eine schwierige Aufgabe.“

Für den respektvollen Umgang gibt es gute Gründe: Nicht nur die überzeugenden Siege beider Mannschaften in den ersten Gruppenspielen, sondern auch die letzten Begegnungen gegeneinander. Spanien und Schweden waren bereits in der Qualifikation zu dieser EM zweimal aufeinandergetroffen, die Ergebnisse könnten unterschiedlicher nicht sein: 2:0 für Schweden im Hinspiel und 0:3 im Rückspiel.

Schwedens eher kantige, langsame Abwehrrecken dürften besonders mit dem quirligen, kleinen Villa Probleme bekommen. Er kann eine Viererkette im Alleingang ausspielen, wenn ihm Torres zusätzliche Räume schafft, wird er unberechenbar. Auf der anderen Seite steht die individuelle Klasse von Ibrahimovic, die den Unterschied machen könnte.

Schweden: Isaksson - Stoor, Mellberg, Hansson, Nilsson - S. Larsson, Andersson, Svensson, Ljungberg - Ibrahimovic, H. Larsson
Spanien: Casillas - Sergio Ramos, Puyol, Marchena, Capdevila - Marcos Senna - Silva, Iniesta, Xavi - Fernando Torres, Villa

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