Sport : Spiel doch ab!

Mathias Klappenbach

über die Krise des Bayern-Torjägers Roy Makaay Gerd Müller wird er nun wohl doch nicht einholen. Als Roy Makaay nach drei Bundesligaspieltagen sechs Tore geschossen hatte, wurde viel über den Rekord des früheren Bayern-Stürmers aus der Saison 1971/72 geredet, in der Müller 40-mal traf. 40 Tore, das ist heutzutage für einen Stürmer nicht mehr zu schaffen. Dennoch gab Makaay einige Interviews zu diesem Thema.

Jetzt geht es um andere Zahlen. Makaay vergibt seit 813 Minuten in Pflichtspielen alle Torchancen. Er trifft die Latte, köpft am Ball vorbei Löcher in die Luft oder schießt von außen daneben, anstatt den in der Mitte frei stehenden Roque Santa Cruz anzuspielen. Trotzdem schießt der Paraguayer, das ewige Talent des FC Bayern, neuerdings in jedem Spiel ein Tor. Gegen Duisburg wurde Santa Cruz danach ausgewechselt. Für ihn kam Claudio Pizarro, der ebenfalls noch ein Tor erzielte. Mit seinem wütenden Jubel drückte er anschließend aus, dass er einen Platz in der Startelf beansprucht.

Doch Makaay spielt immer, und er wird nie ausgewechselt. Seine Krise fällt auch nicht ins Gewicht, solange die anderen treffen und der FC Bayern gewinnt. Aber es gibt noch eine Zahl, die Makaay in dieser Saison wohl kaum erreichen wird. In der vergangenen Saison hat er 14 Tore seiner Mannschaftskollegen vorbereitet, kein anderer Spieler der Bundesliga hat das öfter geschafft. In dieser Bundesliga-Saison hat Makaay noch kein einziges Tor vorbereitet. Das Bemerkenswerteste an seiner Krise ist, dass die anderen trotzdem treffen. Vielleicht sollte Makaay wieder öfter abspielen.

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