Sport : Spiel gedreht

Bremen schafft mit zehn Mann ein 2:1 in Stuttgart

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Bremens Kapitän Frank Baumann hatte schon vorher das richtige Gefühl. „Es werden nicht mehr so viele Tore fallen“, sagte Baumann vor der Reise nach Stuttgart. Er sollte Recht behalten. Dem berauschenden 4:4 der vergangenen Saison wurde das Gipfeltreffen diesmal nicht ganz gerecht. Trotzdem war Baumann am Ende glücklicher als damals. Miroslav Klose (78.) mit einem tollen Hackentreffer und Nelson Valdez (81.) bescherten Meister Werder Bremen drei wichtige Punkte gegen einen am Ende müde wirkenden VfB Stuttgart. Matthieu Delpierre hatte die Stuttgarter in der 45. Minute per Kopf in Führung gebracht.

Die Bremer hatten die kaum für möglich gehaltene Wende mit nur zehn Feldspielern geschafft. In der 67. Minute hatte Ludovic Magnin nach einer Notbremse gegen Christian Tiffert die Rote Karte gesehen. Mit dem dritten Auswärtssieg meldete sich der Meister im Titelrennen zurück. Die Stuttgarter bezogen dagegen ihre zweite Niederlage in Folge.

Fünf Gelbe Karten – davon vier für die Bremer – allein in der ersten Hälfte dokumentieren, wie umkämpft die Partie war. Zunächst bestimmte der VfB Stuttgart das Geschehen. Zweimal scheiterte Nationalstürmer Kevin Kuranyi, und dann konnte Werders Torwart Andreas Reinke gegen Silvio Meißners Kopfball klären. Kurz vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin, der erst sein drittes Bundesligaspiel leitete, konnten die Schwaben jubeln. Ein Freistoß von Horst Heldt landete auf dem Kopf von Matthieu Delpierre, der mit seinem Kopfball ins lange Eck sein erstes Bundesliga-Tor erzielte.

Nach der Pause verstärkte Werders Trainer Thomas Schaaf mit Valdez die Offensive. Die beiden späten Tore für sein Team gaben ihm am Ende Recht.

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