Sport : Spiel mit Wende

Kaiserslautern liegt beim VfB Stuttgart 1:2 zurück und gewinnt noch 4:2

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Abgeschüttelt. Rivic (vorn) und Kaiserslautern halten Stuttgart auf Distanz. Foto: dpa
Abgeschüttelt. Rivic (vorn) und Kaiserslautern halten Stuttgart auf Distanz. Foto: dpaFoto: dpa

Das Zeichen war eindeutig. Weiße Taschentücher schwenkend verabschiedeten die Fans des 1. FC Kaiserslautern den VfB Stuttgart Richtung Zweite Liga. Nach dem 4:2-Sieg ihrer Mannschaft waren die Lauterer derart euphorisch, dass sie den eigenen Klassenerhalt bereits für sicher hielten und den Konkurrenten eine Liga tiefer sahen.

Hauptgarant für den Auswärtssieg war der lange vom Lauterer Publikum geschmähte Srdjan Lakic, der zwei Treffer erzielte. Die anderen Tore für Kaiserslautern schossen die eingewechselten Erwin Hoffer und Stiven Rivic, für den VfB trafen Zdravko Kuzmanovic per Foulelfmeter und Pawel Pogrebnjak. Kaiserslautern machte durch den Erfolg einen Sprung auf Platz zwölf, während der VfB Stuttgart durch die bittere Heimniederlage weiter auf Rang 15 verharrt, nur zwei Punkte vor Relegationsplatz 16.

„In der zweiten Halbzeit haben wir eine indiskutable Leistung gezeigt“, sagte Stuttgarts Manager Fredi Bobic. „Das war nicht in Ordnung. Trotzdem muss es weiter gehen, es ist noch nichts verloren.“ Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz war hingegen hoch zufrieden: „Die Mannschaft hat Moral, das hat sie heute wieder bewiesen. Wir stecken nicht auf.“

Die Pfälzer hatten mit ihrer defensiven Taktik zunächst die bessere Strategie. Die Stuttgarter taten sich schwer, das kompakte Mittelfeld des FCK zu überwinden. In der 27. Minute verwertete FCK-Stürmer Lakic eine Flanke von Oliver Kirch zum 1:0. Es war Lakics erster Treffer im Jahr 2011, aber bereits sein zwölftes Saisontor. Die Freude darüber währte jedoch nur neun Minuten. Dann traf Zdravko Kuzmanovic per Elfmeter zum Ausgleich. Der VfB kam nun besser zurecht und eroberte mehr Spielanteile. Stuttgart machte Druck. Ein Traumpass von Kuzmanovic leitete die 2:1-Führung ein. Der Ball erreichte Molinaro, dessen Hereingabe verwertete Pawel Pogrebnjak.

In der zweiten Hälfte konnte der FCK die Partie ausgeglichener gestalten, der VfB dagegen hatte nur noch wenig zu bieten. Nach einer guten Chance für Lakic gelang Hoffer mit einem Heber der 2:2-Ausgleich. Die VfB-Abwehr hatte vergebens auf eine Abseitsstellung des Österreichers spekuliert. In der spannenden Schlussphase versuchten beide Teams den Siegtreffer zu erzielen, was am Ende den Pfälzern gelang. Die Gäste hatten in der zweiten Hälfte wesentlich mehr investiert, Stuttgart dagegen spielte kopflos.

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