Sport : Spielen für Cissé

Frankreich betrachtet sich auch ohne den verletzten Stürmer als Favorit

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Hameln - Frankreich ist bereit für die WM. Der Weltmeister von 1998 möchte möglichst bis zum Schluss im Turnier bleiben. „Wir sind hier, um zu gewinnen“, sagte Claude Makelele bei der ersten Pressekonferenz nach der Ankunft der „Equipe tricolore“ in Hameln.

Der Mittelfeldspieler vom Englischen Meister FC Chelsea begründete das nach den Pleiten bei der WM 2002 und der EM 2004 wiedererwachte Selbstvertrauen des Teams: „Die Mannschaft hat eine gute Qualität.“ Vier Tage vor dem ersten Vorrundenspiel gegen die Schweiz am Dienstag in Stuttgart richtete Makelele schon den Blick auf diese Begegnung. „Wir gelten zwar als Favorit, aber die Schweiz ist sehr gefährlich“, sagte der 33-Jährige, der für sein letztes großes Turnier „hochmotiviert“ ist.

Die Stimmung bei den Franzosen ist gut, auch wenn die Betroffenheit über den Beinbruch von Stürmer Djibril Cissé groß ist. Makelele sagte: „Wir werden auch für Cissé spielen.“ Die Wahl von Nationaltrainer Raymond Domenech, Sidney Govou vom Französischen Meister Olympique Lyon nachzunominieren, stößt allerdings eher auf Unverständnis. Denn der 26 Jahre alte Flügelspieler hat eine schwache Saison hinter sich und erzielte bei seinen vier Einsätzen in der WM-Qualifikation keinen Treffer.

Wie ernst die Franzosen ihre Vorbereitung nehmen, zeigt ihr Verzicht auf die Live-Übertragung des Eröffnungsspiels Deutschland gegen Costa Rica. Stattdessen hielten sie ihr erstes Training auf deutschem Boden ab. dpa

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