Spieler-Aussprache : Cottbuser Streithähne wieder auf Kuschelkurs

Bei Energie Cottbus hing der Haussegen schief, weil Keeper Tremmel auf seiner Internetseite Kritisches über das derzeit erfolglose Team ausposaunt hatte. Vor allem Kapitän Rost war darüber sauer. Beide Spieler haben sich aber inzwischen ausgesprochen, heißt es in Cottbus.

Tremmel
Eigentor. Gerhard Tremmel hat mit seiner Kritik einen wunden Punkt gefunden. -Foto: dpa

CottbusNach dem heftigen Zoff bei Bundesligist Energie Cottbus haben sich die Streithähne schnell wieder beruhigt. "Es ist ganz wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen. Wir müssen jetzt als Team wieder zusammenarbeiten, sonst haben wir in der Bundesliga keine Chance", erklärte Kapitän Timo Rost nach einem Sechs-Augen-Gespräch mit Torwart Gerhard Tremmel und Trainer Bojan Prasnikar der "Lausitzer Rundschau".

Nach dem bereits dritten sieg- und torlosen Spiel waren Rost und Torwart Gerhard Tremmel heftig aneinandergeraten. Nach Ansicht von Rost hatte der Schlussmann der Lausitzer im Internet zu heftig Kritik an Team und Trainer geübt. "Wo kommen wir denn hin, wenn jeder Spieler öffentlich die Mannschaft kritisiert", sagte Rost. Tremmel hatte auf seiner Homepage geschrieben: "Nun stecken wir also gleich wieder unten drin und müssen gar nicht auf Hannover oder Bochum zeigen, sondern sollten uns an die eigene Nase fassen. Und zwar wirklich an die eigene..." Für Rost ging die Kritik zu weit. "Das kann er so nicht sagen", betonte der Mittelfeldspieler.

Präsident Ulrich Lepsch versuchte am Mittwoch gleichfalls, die Wogen zu glätten. "Es gibt keine große Unruhe. Teilweise wurden Dinge von außen hereingetragen. Aber natürlich sind auch Aussagen der Beteiligten daran schuld", sagte er dem Blatt. "Es gibt Dinge, die man öffentlich sagen kann und Dinge, die man intern besprechen muss. Jeder Spieler sollte sich überlegen, welche Wirkung für das Gesamtgefüge er mit solchen Aussagen erzielt", kritisierte Manager Steffen Heidrich. "Natürlich sind wir mit dem Saisonstart alles andere als zufrieden. Aber wir müssen den Sinn für die Realität bewahren. Es ist doch nichts Überraschendes, dass wir erneut gegen den Abstieg spielen", bekräftigte der Manager. (jvo/dpa)

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