Sport : Spitz holt Bronze auf dem Mountainbike

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Athen Kurz vor dem Zielstrich bremste Sabine Spitz plötzlich ab, stieg vom Rad, machte einen Knicks und ließ sich von den Zuschauern am Streckenrand feiern. Mit der Bronzemedaille im Wettbewerb der Mountainbiker hat die 32-Jährige eine umjubelte Premiere erlebt. Erstmals seit Einführung bei Olympia 1996 konnte eine deutsche Radfahrerin mit dem Mountainbike eine Medaille gewinnen. „Bronze ist Wahnsinn. Ich kriege Gänsehaut, wenn ich daran denke, gleich den Olivenzweig aufgesetzt zu bekommen. Ich habe viel getrunken und mir ständig Wasser über den Helm gekippt, weil es unheimlich warm war“, sagte Sabine Spitz.

Der Kampf um Gold wurde am Freitag zur Solo-Show der Norwegerin Gunn-Rita Dahle. Die 31-jährige Favoritin, seit 2003 in zehn Weltcup-Rennen ungeschlagen, hatte sich auf der Geröllpiste am Parnitha-Berg gleich nach dem Start abgesetzt und ihre Führung bis ins Ziel trotz einiger Defekte nicht mehr abgegeben.

In gebührendem Abstand folgten Marie-Helene Premont (Kanada/0:59 Minuten zurück) und Sabine Spitz (2:30). Das Klassement an der Spitze stand bereits nach der ersten von fünf zu fahrenden Runden über insgesamt 31,3 Kilometer so gut wie fest. Nur Weltmeisterin Spitz konnte die zu Beginn auf Rang drei liegende Kanadierin Alison Sydor noch überholen. Die Italienerin Paolo Pezzi, die sich in Atlanta und Sydney noch Gold geholt hatte, gab schon in der zweiten Runde auf.

Sabine Spitz’ Ehemann und Manager Ralf Schäubl äußerte sich skeptisch über die Leistung der norwegischen Olympiasiegerin: „Die Dahle fuhr wie von einem anderen Stern – wie auch immer. Auch an Armstrongs Leistung während der Tour de France zweifelten ja einige.“ Offen sprach er das Wort Doping nicht aus, aber es ist auch beim Mountainbike ein Thema: Weltmeister Filip Meirhaege (Belgien) war vor den Spielen des Epo- Dopings überführt worden.dpa

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