Sport : Spitze sieht anders aus

0:0 in Bochum: Frankfurt verpasst Tabellenführung

Bochum - Acht Jahre ist es her, seit die Bundesliga-Tabelle den Namen Eintracht Frankfurt an ihrer Spitze geführt hat. Gestern hätte die Mannschaft von Friedhelm Funkel zumindest für eine Nacht ein bisschen glorreiche Vergangenheit zurückholen können, doch mit dem enttäuschenden 0:0 im Freitagsspiel beim VfL Bochum vergab sie diese seltene, vielleicht einmalige Chance. Immerhin zogen die Hessen nach Punkten mit Spitzenreiter Bayern München gleich. Der VfL blieb dagegen vor 25 536 Zuschauern in einem niveauarmen Spiel, das erst im zweiten Durchgang ein wenig an Qualität gewann, zum dritten Mal nacheinander sieglos.

Einmal mehr konnte die Eintracht in der Fremde nicht an die Leistungen anknüpfen, die ihr vor heimischem Publikum zu drei Siegen verholfen hatten. Zwar lieferten die Frankfurter eine konzentrierte Defensivleistung ab und waren in der zweiten Halbzeit auch die bessere Mannschaft, doch im Spiel nach vorne ließen sie ebenso wie die Gastgeber fast alle Wünsche offen.

In dem zerfahrenen Kampfspiel mit vielen individuellen Mängeln entsprangen die wenigen Torchancen zumeist Standardsituationen. Zweimal scheiterte der weitgehend schwache Alexander Meier mit Kopfbällen aus aussichtsreicher Position, auf der Gegenseite zielte Stanislav Sestak (18.) nach Hereingabe von Philipp Bönig ebenfalls zu ungenau. Die aufregendste Szene ereignete sich kurz vor der Pause, als Frankfurts Torhüter Markus Pröll mit Marcel Maltritz zusammenprallte. Der Torhüter konnte bis zur Pause mit einem Turban weiterspielen, wurde dann aber durch Oka Nikolov ersetzt.

Nach der Pause erhielt das bis dahin unansehnliche Spiel wenigstens so etwas wie Bundesliga-Niveau. Das war vor allem ein Verdienst des wieder genesenen Ioannis Amanatidis. Der Kapitän der Eintracht zwang in der 53. Minute Jan Lastuvka aus 18 Metern zu einer Glanzparade und schoss wenig später knapp am Tor vorbei. Aber auch der VfL startete mit mehr Schwung in die zweite Hälfte und schoss Nikolov gleich warm. Nach dem Schuss von Danny Fuchs (49.) hatte der Torhüter jedoch kaum noch eine ernsthafte Prüfung zu bestehen. dpa

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