Sport : Spitzenreiter Schalke schlägt Gladbach 2:0 – dank Asamoah

Richard Leipold

Gelsenkirchen - Eine Weile waren der Erste und der Letzte der Tabelle wie im Gleichschritt durch die Bundesliga gestolpert. Spitzenreiter Schalke 04 und Schlusslicht Borussia Mönchengladbach hatten nur je fünf Punkte aus sechs Spielen erreicht. Beim Zusammentreffen in der Gelsenkirchener Arena aber trennten sich die Wege wieder. Während Schalke durch einen 2:0-Sieg die führende Position gefestigt hat, ist Gladbach der Zweiten Liga wieder ein Stück näher geraten.

„Es wird immer schwerer für die anderen, uns einzuholen“, sagte Schalkes Trainer Mirko Slomka, „aber es wird auch immer schwerer für uns, die Punkte einzufahren.“ Aus Gladbach hingegen sind als Vorboten der Resignation die üblichen Durchhalteparolen zu vernehmen. „Rechnerisch ist noch alles möglich, aber es wird jetzt immer schwerer“, sagte Mittelfeldspieler Eugen Polanski.

Schalke spielte zwar nicht meisterlich, aber gut genug, um die Borussen letztlich glatt zu besiegen. Als Schrittmacher des zunächst stockenden Schalker Spiels erwies sich Gerald Asamoah. Der Stürmer, der lange verletzt war, gehörte zum ersten Mal nach mehr als einem halben Jahr der Startelf an und erzielte in der 57. Minute das erste Tor, ehe Kevin Kuranyi den Vorsprung mit einem Kopfballtreffer ausbaute. „Es macht mich enorm glücklich, wieder dabei zu sein und ein Tor erzielt zu haben“, sagte Asamoah.

Von dem Leistungsgefälle, das der Tabellenstand erwarten ließ, war zunächst nichts zu sehen. Was die beiden so verschiedenen Parteien vorführten, erinnerte in den ersten 20 Minuten an ein Duell zwischen dem Neunten und dem Zehnten der Liga. Anfangs kombinierte der Außenseiter sogar flüssiger, blieb aber zumeist harmlos. Ihren ersten und einzigen gefährlichen Angriff in der ersten Hälfte schlossen die Gladbacher ohne Glück ab: Moses Lamidi traf nur die Latte.

Schalke fand nur mühsam auf den Weg. Als Zeichen zum Aufbruch diente Asamoahs Kopfball gegen die Latte. Die Heimelf drängte den Gegner nun immer stärker zurück, wenn auch ohne zu überzeugen. Nach der Pause setzten die Schalker ihre Angriffe fort und holten das Versäumte nach. Nach den Toren von Asamoah und Kuranyi war ihnen der Sieg nicht mehr zu nehmen, er hätte sogar höher ausfallen können.

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