Sport : Beachvolleyballer bereit für Olympia

Die erfolgreichen deutschen Beachvolleyballer Julius Brink und Jonas Reckermann trainieren in der Domstadt derzeit für die kommenden Turniere und freuen sich auf die Ende Juli beginnenden Olympischen Sommerspiele in London.

Es sieht schon ganz gut aus, was das Beachvolleyball-Duo Julius Brink und Jonas Reckermann zusammen mit einem Trainingspartner da leistet. Nach einer Schulterverletzung musste Blockspezialist Reckermann den Beginn der gemeinsamen Saison nämlich immer wieder verschieben. Doch das Warten hat sich offenbar gelohnt, denn gleich beim ersten Turnier in Den Haag verteidigte das Duo seinen EM-Titel vom vergangenen Jahr.

Für Brink war es der dritte, für Reckermann bereits der vierte EM-Titel. Nun steht bald Olympia an. Auch wenn beide Sportler schon einmal mit jeweils anderen Partnern dabei waren, ist die Teilnahme für sie doch etwas Besonderes. "Natürlich ist es immer was Besonderes bei den Olympischen Spielen. Ich glaube auch, wenn wir jetzt seit 96 bei jeden Spielen dabei gewesen wären, wären wir auch jetzt ganz normal aufgeregt, einfach dadurch, dass es nur alle vier Jahre stattfindet und einfach ein Highlight ist.

Aber ja, mit den Jahren weiß man das Ganze auch ein bisschen anders einzuordnen. Aber definitiv, wir freuen uns total drauf. Aufregung ist jetzt in Grenzen, aber ist natürlich ein totales Highlight." Und Reckermann ergänzt: "Das ganze Drumherum ist natürlich schon was anderes bei Olympia. Olympia ist nur alle vier Jahre, ist natürlich wirklich Beachvolleyball, da redet man oft von dem Olympiazyklus, wirklich alle vier Jahre, daran orientieren sich Partnerschaften.

Der Quali-Zeitraum geht über zwei Jahre, ist also alles doch schon ein bisschen auf Olympia zugespitzt. Während eine EM jedes Jahr stattfindet, eine WM alle zwei Jahre. Insofern hebt sich Olympia da sicherlich noch mal ein bisschen ab." Ob es nun in London für eine Medaille reichen kann, darüber wagen die Weltmeister von 2009 während der Vorbereitung in Köln keine Prognose, denn neben den bei Olympia seit jeher dominierenden USA und Brasilien rücken nun auch andere Nationen immer stärker in den olympischen Fokus.

"Ich glaube nicht nur, dass es die Brasilianer und die Amerikaner sind. Es sind jetzt, Europa ist dieses Jahr mit sehr, sehr vielen starken Teams vertreten, Polen, die Holländer, wir sicherlich, auch das zweite deutsche Team ist nicht zu vergessen. Und ich glaube, das wird eine sehr, sehr enge Kiste mit unglaublich vielen Teams, die um die Medaille mitspielen können. Und ich glaube, so eng gab es das bei Olympischen Spielen noch nie, dass es jetzt wirklich verdammt schwer fällt, Medaillenkandidaten auszumachen."

Nach London werden die deutschen Beachvolleyballer Ende Juli mit der Maximalzahl von acht Startern fahren. Neben den Europameistern Brink und Reckermann hat sich bei den Männern das Team Jonathan Erdmann und Kay Matysik qualifiziert, bei den Frauen sind Sara Goller und Laura Ludwig sowie Katrin Holtwick und Ilka Semmler mit von der Partie. Beachvolleyball ist seit 1996 eine olympische Disziplin.

(rtr)

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