Sportabzeichen : Was kannst du?

Das Sportabzeichen, die größte Sportprüfung in Deutschland, geht auf die 100 zu und ist immer noch sehr beliebt. Teilnehmer können testen, wie schell und ausdauernd sie eigentlich sind.

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Wie gut bin ich eigentlich? Wie schnell bin ich, und wie sieht es mit meiner Ausdauer aus? Darauf gibt es einfache Antworten: bei der Prüfung zum Deutschen Sportabzeichen.

Das Sportabzeichen geht auf die 100 zu, 1913 wurde es erstmals verliehen, aber es scheint noch zeitgemäß. Die Faszination liegt in der Messbarkeit der Leistung. Maßband und Stoppuhr lügen nicht. Auch beim Tag des Berliner Sports kann es wieder erworben werden, und wer nur zuschauen möchte und dadurch Lust auf die Herausforderung bekommt, wird am 19. September im Sportzentrum am Sachsendamm die nächste Gelegenheit für die Sportabzeichenprüfung haben.

Fünf Bereiche werden nach wie vor getestet, Schwimmfähigkeit, Sprungkraft, Schnelligkeit, Schnellkraft, Ausdauer. Schwimmen und Leichtathletik sind dabei die zentralen Elemente, inzwischen können einzelne Bereiche wie Schnelligkeit und Ausdauer aber auch über Radfahren oder Inline-Skaten abgelegt werden. In Berlin sucht der Landessportbund allerdings derzeit Orte für die Radfahrprüfung. „Das Tempelhofer Feld wäre dazu ein geeigneter Ort“, sagt Peter Hahn, der sich beim LSB um das Sportabzeichen kümmert.

Das Sportabzeichen ist immer noch die größte Sportprüfung in Deutschland außerhalb des Wettkampfsports. 2008 und 2009 wurden jeweils mehr als eine Million Sportabzeichen vergeben. In Berlin waren es etwa 32.000. Seit 2004 gibt es die Sportabzeichen-Tour in zehn Städten, bei der morgens die Schulen und nachmittags jedermann die Prüfungen ablegen oder Disziplinen ausprobieren kann. „Darüber hinaus können bestimmte Themen öffentlichkeitswirksam in den Fokus gerückt werden wie die Integration von Migrantinnen“, sagt Alexandra Pensky, welche die Sportabzeichen-Aktivitäten des Deutschen Olympischen Sportbunds koordiniert.

Im Laufe der Jahre hat das Sportabzeichen auch Geschwister bekommen, das Sportabzeichen Jugend und das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderungen. Polizei und Bundeswehr nutzen das Sportabzeichen schon lange, um die Fitness des eigenen Personals zu testen und körperliche Eignung für Einstellung und Beförderung zu prüfen.Auch viele Schulen machen mit, in Berlin sind es 20 Prozent. „Das Sportabzeichen ist für uns ein gutes Instrument zur Mitgliedergewinnung“, sagt Hahn. In einigen Vereinen kann man schließlich für die Prüfung trainieren. Welche das sind, lässt sich auf der Seite www.deutschessportabzeichen.de nachschauen. Genauso wie die Leistungen, die je nach Altersklasse erbracht werden müssen. Das gibt eine erste Ahnung bei der Beantwortung der Frage: Wie gut bin ich eigentlich?

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