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Sportdirektor bekennt sich zu Borussia Mönchengladbach : Max Eberl: Beständig im Wandel

Max Eberl wurde als Nachfolger von Matthias Sammer bei Bayern München gehandelt. Jetzt hat er erklärt, dass er bei Borussia Mönchengladbach bleibt. Ein Kommentar

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Hiergeblieben. Max Eberl (rechts, mit Ex-Trainer Favre) hat gelernt, mit der permanenten Personalfluktuation zu leben.
Hiergeblieben. Max Eberl (rechts, mit Ex-Trainer Favre) hat gelernt, mit der permanenten Personalfluktuation zu leben.Foto: dpa

Seit mehr als sieben Jahren arbeitet Max Eberl inzwischen als Manager eines Fußball-Bundesligisten. Vermutlich hat er in dieser Zeit gelernt, dass in seiner Branche Loyalität nicht viel zählt. Er hat in Verträge Ausstiegsklauseln einbauen müssen, hat erlebt, dass Spieler, die schon in der F-Jugend für den Klub gespielt haben, unbedingt weg wollten, dass 20-Jährige, die aus der eigenen Jugend stammen, ihren Vertrag nicht verlängern wollen. Aber Eberl hat sich damit weitgehend arrangiert, weil er weiß, dass er es ohnehin nicht ändern kann.

Ein moderner Profiklub ist dem ständigen Wandel unterworfen, aber wenn sich alles dauernd ändert, wenn Spieler kommen und gehen, Trainer sowieso, dann muss es einen geben, der diesen Wandel moderiert – und das ist im Zweifel der Manager. Als Klaus Allofs vor ein paar Jahren mitten in der Saison von Bremen nach Wolfsburg gewechselt ist, hat Eberl das nur mäßig lustig gefunden. Denn wie soll man einen Spieler zur Einhaltung eines Vertrages bewegen, wenn man selbst das deutlich höher dotierte Angebot eines Konkurrenten annimmt?

Insofern kam es nicht überraschend, dass Eberl jetzt in mehreren Interviews verkündet hat, dass er bei Borussia Mönchengladbach bleiben werde. Der Klub, so wie er jetzt wieder dasteht, ist in weiten Teilen sein Werk (auch wenn Eberl selbst immer auf das Wirken seiner Mitstreiter verweist); er hat seinen Vertrag in Mönchengladbach gerade erst bis 2020 verlängert, hat zudem das Gefühl, dass die von ihm vorangetriebene Entwicklung noch längst nicht an ihrem Ende angelangt ist. Und ganz wichtig: Das angebliche Interesse der Bayern war bisher nicht mehr als eine Spekulation diverser Medien. Ein Angebot, mit dem sich Eberl konkret hätte beschäftigen müssen, gab es nicht.

Aber was nicht ist, kann natürlich noch kommen. Und dann wird es tatsächlich interessant. Denn Max Eberl, der Konstrukteur der modernen Borussia, hat eben auch eine Bayern-Vergangenheit. Er war der erste Spieler, der von der F-Jugend an sämtliche Nachwuchsteams der Münchner durchlaufen hat und es bis in die Bundesliga geschafft hat. Auch das verbindet.

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