Sport : Sportförderung wird angehoben

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Berlin Die Sportförderung wird 2005 nach den Worten des zuständigen Bundesinnenministers Otto Schily (SPD) mit rund 133 Millionen Euro „auf hohem Niveau fortgeschrieben“. Im Vorjahr wurden 128 Millionen aufgewendet. Laut Schily sei der „Sportetat 2005 die verlässliche Grundlage für eine bedarfsorientierte Förderung des Spitzensports in Deutschland, ohne die Haushaltskonsolidierung aus den Augen zu verlieren“. Die Bundesregierung leiste einen wichtigen Beitrag zur bestmöglichen Vorbereitung deutscher Athleten auf die Olympischen Winterspiele und die Paralympics 2006 in Turin, erklärte der Innenminister.

Kritik übte der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Riegert. Die Sportförderung sei „auf breiter Front auf Event-Politik umgestellt“ worden. Riegert bemängelte insbesondere, dass aus dem Etat 10,65 Millionen Euro für eine so genannte Standortkampagne zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bereitgestellt werden. Riegert wertet das als „glasklare Propaganda-Kampagne der Bundesregierung“. Winfried Hermann, Sportsprecher von Bündnis 90/Die Grünen, kontert: „So blöd ist keiner, eine Medienkampagne für sich selber inszenieren zu wollen.“

Für so genannte zentrale Maßnahmen, insbesondere für die Förderung der Fachverbände und Stützpunkte, stehen im Haushalt 71,4 Millionen Euro zur Verfügung. Das ist im Vergleich zum Olympia-Jahr 2004 eine Erhöhung um rund 2,6 Millionen.

Auch die Bundesmittel für den Kampf gegen Doping würden laut Schily aufgestockt: Deutschland beteiligt sich mit 541 000 Euro an der Finanzierung der Welt-Antidoping-Agentur. Für die Errichtung und Unterhaltung von Sportstätten im Hochleistungssport stehen 24,9 Millionen Euro zur Verfügung, 2,2 Millionen Euro mehr als 2004. dpa

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