Sport : Sporthilfe fördert Pechstein

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Berlin - Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein wird künftig wieder von der Stiftung Deutsche Sporthilfe gefördert. „Der Gutachterausschuss hat am Dienstag beschlossen, dass sie wieder in die Förderung aufgenommen wird“, sagte Sporthilfe-Sprecher Hans-Joachim Elz. Pechstein hatte nach Ablauf ihrer zweijährigen Dopingsperre wegen erhöhter Blutwerte einen Antrag auf Wiederaufnahme in die Sportförderung gestellt.

„Ich freue mich, nun wieder gefördert zu werden, für mich bedeutet dies auch einen weiteren Schritt zu meiner öffentlichen Rehabilitierung“, sagte Pechstein, die die frohe Botschaft im kasachischen Astana von ihrem Manager erhielt. Dort bestreitet die fünfmalige Olympiasiegerin am Wochenende den zweiten Weltcup der Saison. „Die Gespräche mit den Spitzenfunktionären des deutschen Sports laufen schon seit geraumer Zeit in einer guten Atmosphäre. Von daher war ich stets von einer fairen Entscheidung der Sporthilfe überzeugt.“ Sie hatte vor sieben Jahren selbst auf die Förderung verzichtet, als sie aufgrund ihrer Erfolge ausreichend Sponsorengelder zur Verfügung hatte.

Für die 39-Jährige ist die finanzielle Unterstützung ein weiterer Erfolg auf dem Weg zu der angestrebten Rehabilitierung. „Nun warten wir auf die Antwort des Weltverbandes ISU, was Claudias Selbstanzeige angeht“, sagte ihr Manager Ralf Grengel. Pechstein hatte sich beim Weltverband selbst angezeigt, um ihr Verfahren neu aufzurollen. Sie will so doch noch ihre Unschuld beweisen. Weil die ISU eine Antwort schuldig blieb, hatte Pechsteins Anwalt dem Verband eine Frist bis zum 1. Dezember gesetzt. „Sollten wir bis dahin nichts hören, rufen wir den Cas an und hoffen, dass der Internationale Sportgerichtshof den Verband auffordert, Stellung zu beziehen“, sagte Grengel. Nach Ablauf ihrer zweijährigen Sperre wegen auffälliger Blutwerte hatte Pechstein bei der WM in Inzell zwei Bronzemedaillen erkämpft. Zudem zählt sie wieder zum A-Kader der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft.dapd/dpa

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