Sport : Sportnachrichten: Olympia: Noch 45 Tage

Radikale Proteste befürchtet

Im Zusammenhang mit dem Weltwirtschafts-Forum in Melbourne werden auch radikale Proteste bei den Olympischen Spielen in Sydney befürchtet. Viele der 70 Demonstranten-Gruppen, die beim Weltwirtschaftsgipfel 1999 in Seattle blutige Krawalle provoziert hatten, reisen am Eröffnungstag der Spiele (15. September) per Bus von Melbourne in die Olympiastadt. Zuvor wollen die angesagten über 10 000 Demonstranten in Melbourne die Wirtschaftsbosse an der Teilnahme am Forum hindern oder alternativ den Tagungsort "Crown Casino" stürmen. "Wir nennen die Olympischen Spiele die Firmen-Spiele, weil sie von großen Uunternehmen überfallen worden sind", begründete der Sprecher einer Protestgruppe mögliche Demonstrationen. Die Polizei erwartet in der Olympiazeit zudem Demonstrationen der "Anti-Olympia-Allianz" sowie von Aborigine-Aktivisten.

Zu wenige Taxifahrer?

Bei den Olympischen Spielen gibt es möglicherweise Tausende von Taxifahrern zu wenig. Wie gestern berichtet wurde, haben allein im vergangenen Monat 2000 Taxifahrer im Bundesstaat Neusüdwales, dessen Hauptstadt Sydney ist, ihren Job an den Nagel gehängt. Der Grund: Seit Einführung der zehnprozentigen Mehrwertsteuer können die Taxifahrer bei ihren Steuern kaum noch schummeln, und deshalb lohnt sich für viele der Einsatz nicht mehr. Nach einem Bericht der Zeitung "The Daily Telegraph" kann es sein, dass bis zu 30 Prozent der 21 000 Taxifahrer in Neusüdwales ihren Beruf aufgeben werden. Taxis gehören in Sydney ohnehin zu den Sorgenkindern. Die Regierung hat in den vergangenen Monaten versucht, die Ortskenntnis der zudem oft schlecht Englisch sprechenden Fahrer zu verbessern. Ein weiteres Problem ist der gleichzeitige Schichtwechsel aller Fahrer um 15.30 Uhr, der oft fast den gesamten Taxiverkehr in der Vier-Millionen-Stadt lahm legt.

Schlechter Vorverkauf

Mäßige Vorverkaufszahlen haben Teilnehmer am olympischen Kulturfestival aufgeschreckt. So haben sich mehrere Kulturinstitutionen wie das Australische Kammerorchester, das Melbourner Sinfonie-Orchester und die Australische Oper beim Organisationskomitee der Olympischen Spiele (SOCOG) beschwert. Sie haben den Organisatoren unter anderem schlechte Vermarktung vorgeworfen. Der Generalmanager des Festivals, Craig Hassall, wies die Angriffe zurück. Bisher seien über 100 000 Eintrittskarten verkauft worden und somit 35 Prozent des gesamten Angebots. Das entspreche durchaus den Planungen.

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