Springen in Bischofshofen : Uhrmann stark in der Qualifikation

Die Zufriedenheit war ihm anzusehen: Mit 137,5 Metern gelang Michael Uhrmann in Bischofshofen in der Qualifikation zum Vierschanzentournee-Finale erneut der weiteste Satz.

Bischofshofen - "Ich habe mich sehr über den Sprung gefreut. Er war ähnlich gut wie der zweite in Innsbruck. Mal abwarten, was im Finale geht", sagte Uhrmann, der damit erneut Hoffnungen auf den ersten Podestplatz der Saison weckte. "Das war wieder ein sensationell guter Quali-Sprung. Es wäre schön, wenn er das auch im Wettkampf zeigen könnte", sagte der frühere Weltklasse-Springer Dieter Thoma.

Kann Uhrmann seine Leistung nicht beim Showdown am morgigen Sonntag (16:30 Uhr live auf RTL) bestätigen, wird er wohl als Trainings- Weltmeister in die diesjährige Tournee-Statistik eingehen. Schon beim dritten Springen in Innsbruck war Uhrmann Bester im Vorausscheid, stürzte im Wettbewerb aber ab. "Hoffentlich spielen die Bedingungen im Finale mit, damit ich zwei solche Sprünge runterbringe. Ich werde alles daran setzen", versprach Uhrmann, der nach einem Kurzbesuch bei seiner Frau Heidi und Töchterchen Leni wieder frisch und entspannt wirkte.

Schmitt hadert

Ganz im Gegensatz zu Teamkollege Martin Schmitt. Der Schwarzwälder haderte nach seinem Sprung auf 128 Meter mit seiner Technik. "Ich habe heute keine guten Sprünge gemacht. Ich weiß nicht, woran es liegt. Der Absprung funktioniert nicht", sagte der vierfache Weltmeister, der beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen als Achter auf dem Weg zurück in die Weltspitze schien. Mittlerweile ist er davon aber wieder meilenweit entfernt. "Ich will einfach nur gute Sprünge machen", setzte sich Schmitt sein eigenes Finalziel.

Wie Schmitt hat auch Uhrmann die Gesamtwertung abgehakt. "Da kann ich eh' nicht mehr viel ausrichten, daher lasse ich es laufen. Die Sprünge sollen einfach nur passen", sagte der Neunte der Gesamtwertung. Angriffslustig präsentierte sich dagegen Jörg Ritzerfeld. "Ich bin jetzt 16. Wenn ich 15. würde, wäre das ein schöner Erfolg. Ich gehe voll auf Angriff", erklärte der 23-jährige Thüringer, der allerdings nach seinem Quali-Sprung auf 123,5 Meter in dem österreichischen Talent Mario Innauer einen schweren Gegner im K.o.-Duell hat.

Duelle versprechen Hochspannung

Hochspannung versprechen auch die Duelle zwischen dem Tournee- Favoriten Anders Jacobsen (Norwegen), der mit wesentlich geringerem Anlauf 134,5 Meter weit sprang, und seinem Vorbild Janne Ahonen (Finnland), zwischen Gregor Schlierenzauer (Österreich) und dem Schweizer Simon Ammann sowie zwischen Andreas Küttel (Schweiz) und Adam Malysz (Polen). Sowohl Titelverteidiger Ahonen als auch Schlierenzauer, der keinen Sprung in Bischofshofen absolvierte, und der im Training gestürzte Küttel verzichteten auf die Qualifikation. "Gregor hat eine Schienbeinentzündung, daher haben wir ihn geschont. Er kennt die Schanze sehr gut, ist hier Landesmeister geworden. Er spart alle Energie für den Wettkampf", begründete Österreichs Trainer Alexander Pointner die Maßnahme. (Von Susan Dobias und Eric Dobias, dpa)

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