Springreiten : Schwache Leistung nach dem Doping-Schock

Die deutschen Springreiter enttäuschen in Hongkong zum Abschluss auch noch sportlich.

Nikolaus Schmidt[Hongkong]
Peking 2008 - Pferdesport
O je! Meredith Michaels-Beerbaum.Foto: dpa

Erst der Doping-Schock um Christian Ahlmann und Cöster, denn eine schwache sportliche Leistung: Nach dem enttäuschenden Abschneiden im Mannschaftswettbewerb haben die deutschen Springreiter auch im Einzelwettbewerb eine Medaille verpasst. Meredith Michaels-Beerbaum und Ludger Beerbaum rissen im Springparcours jeweils ein Hindernis. Damit qualifizierten sich die beiden immerhin noch mit vier Strafpunkten für ein Stechen, in dem es allerdings nicht mehr um Gold, sondern lediglich um Bronze ging.

Aber auch in der Entscheidung um die letzte bei den Reitwettbewerben zu vergebene Medaille hatten die beiden kein Glück. Michaels-Beerbaum, die durch einen schnellen Ritt auf Shutterfly zunächst vorne lag, musste sich zum Schluss mit Platz vier begnügen. Die Bronzemedaille gewann die US-Amerikanerin Beezie Madden, die mit ihrem Pferd Authentic volles Risiko einging und ein wenig schneller als die deutsche Weltranglisten-Erste ins Ziel kam.

„Schade, dass ich keine Medaille mit nach Hause bringen kann“, sagte Michaels-Beerbaum. „Ich habe ein Super-Stechen gehabt, ein Zehntel ist sehr, sehr wenig.“ Ihr Schwager, der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum, kassierte einen Abwurf und wurde somit Siebter. Um Gold kämpften in einem gesonderten Stechen kämpften dann der Schwede Rolf-Goran Bengtsson und der Kanadier Eric Lamaze. Die beiden Reiter waren zuvor als einzige fehlerfrei durch den Springparcours geritten. Mit null Fehlern sicherte sich Lamaze Gold. Bengtsson war zwar ebenfalls schnell unterwegs, am letzten Hindernis unterlief ihm aber der entscheidende Fehler.

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